Quantifizierung der Intimahyperplasie nach Ballonangioplastie und Stentimplantation in der Kaninchenaorta mittels 3D Mikro-Computer Tomographie

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Ziel: Als etabliertes Restenose-Modell kann nach Endotheldenudation, Ballonangioplastie und Stentimplantation eine intimale Hyperplasie in der Kaninchenaorta reproduzierbar induziert werden. Ziel dieser Studie war, die Mikro-CT als neue Methode zur lückenlosen Quantifizierung der Neointima nach Ballonangioplastie und Stentimplantation im Tiermodell zu evaluieren. Material und Methoden: Zur Induktion einer intimalen Hyperplasie wurde bei 7 weißen New-Zealand-Kaninchen unter angiographischer Kontrolle ein 5 mm breiter und 2 cm langer Stent in der abdominellen Aorta platziert. An 700 transversalen Mikro-CT-Schnittbildern wurden Restenoseparameter (Neointima, Mediadicke, Lumen) quantitativ erfasst und mit segmentalen histologischen Schnitten (n = 30) verglichen. Ergebnisse: Die Angiographie zeigt 6 Wochen nach Stentimplantation keine makromorphologische Veränderung der Gefäßwand. Das Stentlumen war gegenüber der normalen Gefäßwand aufgeweitet (1,1 - 1,2:1). In der Mikro-CT lassen sich an explantierten Aortensegmenten die Stentstreben von der umgebenden Gefäßwand diferenzieren. Der Stent lässt sich dabei lückenlos und dreidimensional darstellen. In der histologischen Aufarbeitung zeigte sich eine konzentrische Intimahyperplasie (Intima/Media-Verhältnis 0,27 ± 0,02; p < 0,001). Im quantitativen Vergleich zeigt sich eine hochsignifikante Korrelation (r = 0,84 bis 0,96) der erfassten Restenoseparameter zwischen Mikro-CT und Histopathologie. Schlussfolgerung: Der Vorteil der nichtdestruktiven Analytik mit der Mikro-CT ergibt sich aus der gezielten Detektion morphologischer Veränderungen, bevor einzelne stentinkorporierte Gefäßwandsegmente der destruktiven histopathologischen Untersuchung zugeführt werden, sowie der Möglichkeit zur lückenlosen, quantitativen Bestimmung von Gefäß- und Restenoseparameter vor der Einbettung des Gewebes.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2007

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