Einfluss von Ischämie auf das pulmonale Surfactantsystem und das alveoläre Redoxgleichgewicht in isolierten Kaninchenlungen
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Zusammenfassung
Die Zunahme freier Radikale scheint eine zentrale Rolle in der Entstehung des pulmonalen Ischämie-Reperfusionsschadens zu spielen, in dem sie zu einer endothelialen-alveolären Schrankenstörung und negativen Beeinflussung des pulmonalen Surfactant führt. Die Fortsetzung der Ventilation während Ischämie bewirkt einen signifikanten Schutz vor Ischämie-Reperfusionsschäden. Die Auswirkung der alveolären Sauerstoffversorgung auf die Lungenschädigung und die Entstehung freier Radikale während der Ischämie war jedoch noch weitestgehend unklar. Wir untersuchten den Einfluss von hyperoxischer und anoxischer Ventilation auf den alveolären antioxidativen Status (Konzentrationen von GSSG, GSH, F2-Isoprostan, Plasmalogenen, den Vitaminen A, C, E und Harnsäure) und die Surfactanteigenschaften (Gesamtphospholipidkonzentration, Phospholipidklassenprofile und Surfactant Apoproteine) während Ischämie in isolierten Kaninchenlungen. Als Kontrollen dienten normoxisch und hyperoxisch ventilierte perfundierte Lungen und native Lungen. Die biochemischen und biophysikalischen Surfactant-Eigenschaften veränderten sich unter den gewählten Versuchsbedingungen nur geringgradig bzw. gar nicht. Marker für oxidativen Stress (GSSG und 8-Isoprostan) waren insbesondere bei hyperoxischer Ischämie signifikant erhöht. Sowohl unter anoxischer als auch unter hyperoxischer Ischämie fand sich eine teilweise signifikante Erhöhung der Antioxidantien, die besonders nach 3h (Anoxie) bzw. 4h (Hyperoxie) ausgeprägt war. Der alveoläre antioxidative Status war sowohl während anoxisch als auch während hyperoxisch ventilierter warmer Ischämie erhöht. Ursache hierfür könnte eine adaptive Antwort auf oxidativen Stress während der Ischämiephase sein. Sowohl in den anoxisch als auch in den hyperoxisch ventilierten ischämischen Lungen, wurden Indikatoren für erhöhten oxidativen Stress im alveolären lining fluid gemessen. Interessanterweise stiegen die alveolären Konzentrationen sowohl von hydrophilen als auch lipophilen Antioxidantien eher an, anstatt unter diese Bedingungen abzusinken. Die Signalübertragungswege, die dieser alveolären antioxidativen Antwort zugrunde liegen bedürfen weiterer Erklärung.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
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Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
