Perioperative Koronarstentverschlüsse bei Patienten nach chirurgischer Myokardrevaskularisation

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Interventionell vorbehandelte Patienten haben ein größeres intraoperatives Mortalitätsrisiko als nicht vorbehandelte Patienten. Die Ursachen dafür sind noch nicht geklärt. Möglicherweise führen intraoperative Koronarstentverschlüsse, insbesondere bei Stents in der Einheilungsphase und perioperativ abgesetzter dualer Thrombozytenaggregationshemmung, zu einem erhöhten Risiko. Ziel dieser Arbeit ist es erstmals Daten zur Inzidenz perioperativer Koronarstentverschlüsse zu erhalten.In dieser multizentrischen prospektiven Beobachtungsstudie wurden interventionell vorbehandelte Patienten, die sich einer chirurgischen Myokardrevaskularisation zwischen Februar 2014 und Juli 2017 unterzogen, eingeschlossen. Zwischen dem fünften und siebten postoperativen Tag wurde eine Koronarangiographie durchgeführt. Die prä- und postoperativen Koronarangiogramme wurden zentral von einem, hinsichtlich Patientencharacteristika und perioperativem Verlauf verblindeten, Core Lab ausgewertet. Insgesamt wurden 136 Patienten in die Studie eingeschossen und nach Stentart und Einheilungsphase in vier Gruppen unterteilt. Bei 2,8% der Patienten kam es zu einem peripoperativen Stent-Verschluss. Das 30 Tages-Überleben betrug 98,5%, das Ein-Jahres-Überleben 96,3% und das Zwei-Jahres-Überleben 93,1%. 8,8% aller Patienten hatten mindestens einen früh postoperativen Bypass-Verschluss. Das Risiko für einen perioperativen Stentverschluss liegt bei 2,8%. Die Ursache dafür liegt wahrscheinlich nicht im Herabsetzten der Plättchenhemmung, sondern im Anlegen eines Bypasses an ein offenes gestentetes Gefäß. Somit haben perioperative Koronarstentverschlusse keine klinische Relevanz. Es scheint häufiger zu einem asymptomatischen Bypass-Versagen zu kommen, wodurch eine erneute chirurgische Revaskularisation notwendig wird. Interventionelle und chirurgische Methoden ergänzen sich optimal und führen nicht zu einem erhöhten Operationsrisiko.

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