Untersuchungen zum Vorkommen von Chlamydiaceae fam. und Coxiella burnetii als Aborterreger bei Rind und Schaf in Nordbayern

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In einer retrospektiven, am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebens-mittelsicherheit (LGL) in Erlangen durchgeführten Studie wurde das im Laufe eines Jahres eingesandte Abortmaterial von 200 Rinder- und 47 Schafaborten mit Hilfe unterschiedlicher Methoden auf Chlamydien und Coxiellen untersucht. Zur Anwendung kamen, neben der histologischen Untersuchung der Eihäute und fetalen Organe, auch eine mikroskopische Untersuchung von Abklatschpräparaten mittels Stamp-Färbung sowie eine immunhistologische Untersuchung. Für die Immunhistochemie wurden zwei monoklonale Antikörper verwendet [mab mouse-anti-chlamydia (Klon ACI) bzw. mab mouse-anti-Coxiella-burnetii (Klon CB2C9)]. Beim Rind wurde darüber hinaus eine Real-Time-PCR angewandt. Im Falle der Chlamydien-PCR lag die Zielregion dabei in der Domäne I des 23S rRNA-Gens, im Falle der Coxiellen-PCR sollte das icd-Gen für die Isocitratdehydrogenase bzw. das Transposase Gen des IS-Elements IS1111a nachgewiesen werden.Beim Rind konnten je zwei Abortfälle auf Chlamydien bzw. auf Coxiellen zurückgeführt werden. In drei weiteren Fällen lag eine Mischinfektion von Coxiella burnetii und Arcanobacterium pyogenes vor, in einem Fall lag eine Mischinfektion von Chlamydien und Arcanobacterium pyogenes vor.Beim Schaf konnten Chlamydien in 12 Fällen und Coxiella burnetii in zwei Fällen als Abortursache ermittelt werden.Chlamydien dürften demnach eine untergeordnete Rolle als Aborterreger beim Rind in Nordbayern spielen. Auch Coxiella burnetii ist, trotz hoher serologischer Nachweisrate, in Nordbayern offenbar nur wenig am Abortgeschehen von Rindern beteiligt. Im Gegensatz dazu stellen die Chlamydien beim Schaf die häufigsten infektiösen Aborterreger in Nordbayern dar. Coxiella burnetii scheint hingegen, wie beim Rind, nur eine untergeordnete Rolle zu spielen.Die mikroskopische Untersuchung von Abklatschpräparaten ist als Suchtest für Chlamydien beim Schaf sowie für Coxiellen bei Rind und Schaf gut geeignet. In jedem Fall sollte das Ergebnis aber über eine weitere Methode abgesichert werden. Beim Schaf kann hierfür die Immunhistochemie empfohlen werden. Demgegenüber scheint beim Rind vermutlich aufgrund einer geringeren Erregermenge oder einer inhomogenen Verteilung des Erregers im Gewebe die PCR besser geeignet zu sein. Sämtliche Ergebnisse sollten stets kritisch unter Einbeziehung der histologischen Veränderungen bewertet werden.

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