Der Einfluss periprozeduraler Inflammation auf das Überleben von Patienten nach kathetergestützter Aortenklappenimplantation: Vergleich des transfemoralen und transapikalen Zugangsweges

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Die AS ist der häufigste erworbene Herzklappenfehler im Erwachsenenalter und gewinnt aufgrund zunehmenden Sterbealters in der Bevölkerung immer mehr an Bedeutung. Zur Bestimmung des Schweregrades einer AS stehen Messwerte, wie die Aortenklappenöffnungsfläche (AÖF) und der transvalvuläre Druckgradient (delta p) zur Verfügung. Anhand von Risikofaktoren und Vorerkrankungen werden Patienten mit einer schweren AS in verschiedene Behandlungsgruppen eingeteilt. Bei Vorliegen einer hochgradigen AS erfolgt sowohl die konventionell-chirurgische Operation als auch die TAVI. Bei älteren und vor allem multimorbiden Patienten wählt man einen transarteriellen oder transapikalen Zugangsweg aus. Zur Stratifizierung des Operationsrisikos werden verschiedene Scores und prä-, intra- und postoperative Biomarker ermittelt. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die diagnostische und prognostische Wertigkeit von CRP, hs-CRP, IL-6 und PCT bei Patienten mit transfemoraler/ transapikaler Aortenklappenimplantation in Bezug auf einen postinflammatorischen Prozess und daraus folgendem Outcome zu untersuchen. Zusätzlich erfolgte die Betrachtung der präoperativ erhobenen Scores in Zusammenschau mit der postoperativen Mortalität.Insgesamt wurden 554 Patienten mit symptomatischer hochgradiger AS, welche sich einer transfemoralen oder transapikalen TAVI unterzogen, in die Studie eingeschlossen. Bei 305 Patienten wurde der transfemorale und bei 249 Patienten der transapikale Zugangsweg ausgewählt. Wir untersuchten den Verlauf von CRP, hs-CRP, PCT und IL-6 sowohl unabhängig als auch abhängig des operativen Zugangsweges. Bei der Betrachtung der Biomarker ohne Berücksichtigung des minimalinvasiven Zugangsweges zeigten sich lediglich ein präoperativ erhöhtes Baseline- CRP und Baseline- PCT bei Patienten, welche postoperativ ein SIRS entwickelten. Zusätzlich zeigte sich bei Patienten mit SIRS ein signifikant höheres PCT an den Tagen eins, zwei und drei nach Operation. Diese Werten zeigen, dass lediglich das PCT als prognostischer Verlaufsbiomarker verwertet werden kann.Beim Vergleich der verschiedenen Zugangswege zur Implantation einer neuen Aortenklappe konnten wir jedoch signifikante Unterschiede bei der Bestimmung der postoperativen Biomarker an den Tagen eins bis drei messen. Sowohl CRP, hs-CRP, PCT und IL-6 waren beim transapikalen Zugangsweg postoperativ erhöht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass lediglich erhöhte Ausgangswerte mit einer höheren peri- oder postoperativen Komplikationsrate verbunden sind und dass der transapikale Implantationsweg mit einer höheren Ausschüttung von Zytokinen und proinflammatorischen Faktoren assoziiert ist, aber dennoch keine höhere Prädisposition für postoperative inflammatorische Ereignisse vorliegt. Bei Betrachtung der präoperativ erfassten Risikoscores, EuroSCORE und EuroSCORE II, sowie den STS- Score, zeigte sich ein Zusammenhang zwischen erhöhten Werten und dem postoperativen Outcome. Für die endgültige Bewertung der Relevanz dieser Scores und der Biomarker bedarf es weitere Studien.

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