Untersuchungen zur Genauigkeit digitaler intraoraler Scans

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Ziel der hier vorliegenden In-vitro-Studie war es, zu untersuchen, ob es bei digitalen int-raoralen Scans zu Verzerrungen, Streckungen, Stauchungen, Verdrillungen oder Biegun-gen, kommt. Als Prüfmodell diente ein vollbezahntes Oberkiefermodell aus einer Chrom-Kobalt-Molybdän-Legierung. Auf diesem waren die Zähne 11, 15, 24 und 26 zur Auf-nahme eines Veneers, einer Vollkrone, eines Inlays präpariert, und auf inzisalen bezie-hungsweise okklusalen Mulden der Zähne 13, 23, 17 und 27 waren Metallkugeln im Durchmesser von 5mm befestigt. Durch Digitalisierung des Prüfmodells mit einem Hoch-präzisionsscanner (ATOS Core) der Firma GOM mbH (Braunschweig) entstand ein vir-tuelles Modell, und es diente, im STL-Format abgespeichert, als Referenzmodell für künftige Messungen. Die vier Einzelzähne wurden mit dem gleichen Scanner ebenfalls einzeln digitalisiert für einen späteren Einzelzahnvergleich, um die Ergebnisse besser in einen literarischen Kontext zu bringen. Die Abstände zwischen den Kugeln und sechs Schnittwinkel zwischen zwei von vier Ebenen, die sich aus der Verbindung von drei Ku-geln ergaben, wurden mit der Software GOM Inspect 7.5 der Firma GOM mbH (Braun-schweig) gemessen und als Referenzwerte notiert. Anschließend erfolgten unter Beach-tung der Herstellerangaben mit den Scannern CREREC AC mit der Omnicam (Sirona, Bensheim), True Definition (3M ESPE, Seefeld) und Cara TRIOS (Heraeus, Hanau) zehn Scans für folgende Vergleichsmessungen mit der jeweiligen Referenzdatei beziehungs-weise dem jeweiligen Referenzwert: 1. Ganzkieferscans (für einen Kugelabstand- und Winkelvergleich), 2. Ganzkieferscans (für einen Flächenvergleich auf CAD), 3. Scans im Seitenzahnbereich (für einen Flächenvergleich auf CAD), 4. Scan im Frontzahnbereich (für einen Flächenvergleich auf CAD), 5. Scan der Einzelzähne (für einen Flächenver-gleich auf CAD). Alle Scans wurden in das STL-Format umgewandelt. Der Kugelab-stand- und Winkelvergleich erfolgte durch Messung der Kugelabstände beziehungsweise Winkel in jedem Scan mithilfe von GOM Inspect 7.5 und anschließender Errechnung der Differenz zum jeweiligen Referenzwert. Die Flächenvergleiche auf CAD wurden eben-falls mit GOM Inspect 7.5 durchgeführt, nachdem zu prüfender Scan und Referenzscan im Gauß-Best-Fit-Algorithmus überlagert waren, indem der mittlere positive und der ne-gative Abstand zwischen Scan und Referenz gemessen wurden. Bei der anschließenden statistischen Auswertung der Messergebnisse (paarweise Vergleiche der Scanner in Ab-hängigkeit zur jeweiligen Messreihe) konnte festgestellt werden, dass zwischen den Scan-nern CEREC AC und True Definition und zwischen CEREC AC und Cara TRIOS bei den Untersuchungen zu den Ganzkieferscans und den Kieferabschnittscans signifikante Unterschiede (p<0,05) bestanden. Teilweise ähnliche Standardabweichungen der Mess-ergebnisse aller drei Scanner ließen vermuten, dass die Ungenauigkeiten des CEREC AC bei Ganzkiefer- und Kieferabschnittscans mehr durch den Rechenalgorithmus als durch den Akquisitionsmechanismus verschuldet sind. Bei den Einzelzahnuntersuchungen la-gen zwar zwischen allen drei Scannern signifikante Unterschiede (p<0,05) vor, jedoch wiesen alle drei Scanner akzeptable Genauigkeiten auf. Vor allem mit den Scannern True Definition und Cara TRIOS ließen sich unter den hier vorausgesetzten In-vitro-Bedin-gungen Ganzkieferscans und Kieferabschnittscans erstellen, die klinischen Anforderun-gen[98] und Daten zu CAD/CAM-Restaurationen[2, 6, 18] gerecht werden. Die Stärken des CEREC AC mit der Omnicam lagen eindeutig bei Einzelzahnscans, vor allem beim Scan-nen von Veneer-, Overlay-, und Inlaypräparationen, was einmal mehr seinen ursprüngli-chen Indikationsbereich aufzeigte[72].

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