Lokales Wissen und ein Raum mit kreativem Potential für kommunalpolitische Entwicklung der Fall Quito / Ecuador

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Die Diskussion um kreative Städte gewinnt an Bedeutung, so dass auch die Zahl entsprechender Untersuchungen stark zugenommen hat. In der Regel handelt es sich um Studien zu wirtschaftlich orientierten Innovationen, dabei wird der Innovationsprozess in einer Art Retrospektive behandelt. Die aktuelle Untersuchung über den Metropolitandistrikt Quito stellt den Aspekt der sozialen Innovation in den Vordergrund, mit dem Schwerpunkt auf der Fähigkeit neue Planungskonzepte einzuführen / umzusetzen. Der zentrale Akteur ist also die Lokalregierung. Dabei werden das lokale Wissen der Lokalregierung und bereits theoretisch abgeleitete Kriterien kreativer Räume als bestimmende Elemente dieses Prozesses sozialer Innovation analysiert. Es geht also um die im dem konkreten Raum bestehenden Faktoren und die Art ihrer Nutzung in dem Innovationsprozess. Methodisch wird mit dem Ansatz angewandter Geographie gearbeitet. Bestehende Konzepte bilden die Basis, mit Blick auf einen Dialog zwischen Wissenschaft und kommunaler Realität werden diese in Europa / Nord-Amerika erarbeiteten Konzepte auf ihre Anwendbarkeit unter den Bedingungen einer südamerikanischen Millionenstadt "getestet". Die Studie legt nahe, dass angewandte Geographie als begleitende Forschung und Wirkungsbeobachtung komplexe und dynamische Raumentwicklungsprozesse in der Dritten Welt nachverfolgen kann. Die in der überwiegenden Zahl der Untersuchung auf nationaler Ebene genutzten Indikatoren intellektuellen Kapitals können auf einen konkreten, kommunalen Raum bezogen werden. Zwischen den Indikatoren lokalen Wissens, sozialer Innovation und kreativer Territorien lassen sich vielfache Wechselbeziehungen aufzeigen. Dabei ist interessant dass der Bürgermeister von Quito lokal ein Programm vorstellt, dass alle Elemente des Paradigmas "neue kommunalpolitische Kultur" aufweist. Mit Blick auf eine Fortsetzung des Dialogs angewandter Wissenschaft über Raumstrukturen in der Dritten Welt, dass die Entwicklung im Metropolitandistrik Quito erste empirische Belege zu den Strategischen Leitthemen der "Zukunftsstadt" anbietet.

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