Die erste Studie zum Verhalten von FSAP in der SS ergab signifikant höhere Werte für FSAP-Antigen und Aktivität im Vergleich zur nichtschwangeren Kontrollgruppe, die Aktivitätslevel waren dabei stärker erhöht. Zudem kam es im Verlauf der Schwangerschaft zu einem signifikanten Anstieg der Werte für FSAP-Antigen und Aktivität, mit einem Maximum im 3. Trimester. Nach der Entbindung zeigte sich eine Normalisierung der Werte innerhalb von 4 Wochen postpartal. Dies ist ein ähnliches Enzymverhalten, wie das der meisten anderen Gerinnungsenzyme in der SS. Die Frequenz der Marburg I Mutation in der Studienpopulation lag mit 4.95% innerhalb der für die Kontrollgruppe ermittelten Häufigkeitsverteilung. Die schwangeren Mutationsträgerinnen zeigten ebenso wie die Kontrollgruppe eine bis zu 50% reduzierte Enzymaktivtät, bezogen auf die scu-PA-Aktivierung. Keine der 5 Mutationsträgerinnen wies eine klinisch erfasste Pathologie während der Schwangerschaft oder im Wochenbett auf. Es konnte keine Korrelation zwischen der Mutation und der Abortrate, Thromboseinzidenz oder anderen Problemen festgestellt werden.