Das Ziel der vorliegenden Studie war die Untersuchung der Farbbeständigkeit von temporären Kronen- und Brückenmaterialien in Abhängigkeit von der Oberfläche, von der Lagerungszeit und vom Farbmedium.Untersucht wurden fünf marktgängige temporäre K&B-Materialien: Protemp 3 Garant, Structur Premium, Luxatemp AM Plus, PreVISION CB und Dentalon Plus. Es wurden acht kreisrunde, plane Probekörper (20 mm Durchmesser und 1 +- 0,1 mm Dicke) pro Material, Oberflächenbearbeitung und Farblösung hergestellt. Insgesamt wurden 560 Probekörper angefertigt. Die 120 Probekörper pro Material wurden in zwei verschiedene Gruppen der Oberflächenbearbeitung eingeteilt: raue und polierte Oberfläche. Zur Farbbeständigkeitsprüfung wurden die Proben in Aqua Dest, Curcuma, Coca Cola®, Kaffee, Rotwein, Tee und Zitronensäure gelegt. Die Messung der Farbveränderung erfolgte mit dem Farbmessgerät DSG 4 Plus®. Die Messungen erfolgten nach Baseline, nach 1 h, 2 h, 3 h, 4 h, 5 h, 6 h, 7 h, 48 h, 72 h Lagerung in der Farblösung sowie nach 168 h Thermowechselbelastung.Die deltaE-Werte wurden berechnet und varianzanalytisch ausgewertet. Die Signifikanzüberprüfung der Materialien erfolgte mit einer mulifaktoriellen ANOVA und anschließend mit dem Levene-Test (p = 0,05). Der Vergleich der Oberflächen führte zu keinem signifikanten Ergebnis. Von den vier untersuchten composite-basierenden Materialien zeigte PreVISION CB die höchste Verfärbungsneigung. Die geringste Farbveränderung konnte bei dem Mono-Methacrylat Dentalon Plus festgestellt werden. Curcuma, Kaffee, Rotwein und Tee führten zu den höchsten signifikanten Farbveränderungen. Nach der Lagerung in Aqua dest und Zitronensäure traten keine Verfärbungen auf.Mono-Methacrylate weisen eine höhere Farbstabilität auf als composite-basierende temporäre Kronen- und Brückenmaterialien. Mit zunehmender Lagerungszeit können steigende deltaE-Werte beobachtet werden. Die Farbstabilität temporärer K&B-Materialien ist abhängig von den Gegebenheiten im Mundmilieu. Beim Vergleich der Farbstabilität von rauen und polierten Oberflächen ist eine profilographische Untersuchung der Probekörper vor Farblagerung anzuraten.
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