Untersuchung zu Vorkommen und Bedeutung latenter Infektionen mit dem Felinen Leukämievirus (FeLV) bei Sektionskatzen

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1. Der Literaturteil dieser Dissertation gibt den aktuellen Stand der Forschung über die Infektion mit dem Felinen Leukämievirus in Hinblick auf Klassifikation, Replikationszyklus, Epidemiologie, Prävalenz, Pathogenesemechanismen, Erkrankungen, Nachweismethoden und Unterschiede zu endogenen Retroviren wieder. Spezielles Augenmerk gilt dabei den Erkenntnissen zur latenten FeLV-Infektion. 2. Die eigenen Untersuchungen erstreckten sich auf 302 Sektionskatzen, die an das Institut für Veterinär-Pathologie der Justus-Liebig-Universität Gießen im Rahmen der Routinediagnostik eingesandt wurden. Die Tiere wurden kontinuierlich und ohne Selektion in die Untersuchung einbezogen. 3. Eine seminested PCR zum Nachweis einer exogenen U3-Sequenz wurde unter modifizierter Verwendung von in der Literatur angebenen Primern etabliert und anschließend ebenso wie eine immunhistologische Untersuchung zum Nachweis einer FeLV-Infektion durchgeführt. Neben den Ergebnissen dieser beiden Untersuchungen zum FeLV-Status gingen anamnestische Angaben, pathologische Befunde, diagnostizierte Erkrankungen und Angaben über den Frischegrad der Tierkörper zum Zeitpunkt der Sektion in die Datenerfassung ein. 4. Die Daten wurden mittels verschiedener statistischer Verfahren unter Berücksichtigung des Signifikanzniveaus des jeweiligen Einzeltest (lokales Niveau) von p = 0,05 analysiert. Für die statistischen Berechnungen wurde die Stichprobenpopulation von den immunhistologisch FeLV-positiven Tieren bereinigt. 5. Nach den Ergebnissen dieser Untersuchung handelt es sich bei der latenten Verlaufsform mit 50 % Anteil an der gesamten Stichprobe um die häufigste Form der FeLV-Infektion. 6. Nichtvirale Infektionen traten signifikant häufiger bei latent infizierten Tieren im Vergleich mit der Stichprobenpopulation auf. 7. Signifikant seltener im Vergleich mit der Stichprobenpopulation traten bei latent infizierten Tieren traumatisch bedingte Todesfälle bei ansonsten gesunden Tieren und gastrointestinale Ulzerationen ohne gleichzeitiges Vorliegen einer Urämie auf. 8. Im Vergleich zur reinen Traumapopulation bestanden bei folgenden Erkrankungen oder Diagnosen signifikante Assoziationen mit der latenten FeLV-Infektion:Follikeldepletion (Milz), Follikeldepletion (Lymphknoten), follikuläre Hyperplasie (Lymphknoten), Kardiomyopathien, nichtentzündliche Körperhöhlenergüssse, Otitiden, Wurmbefall, bakterielle Infektionen, Parvovirusinfektion, epitheliale Tumoren, Anämie, nichteitrige interstitielle Nephritis, eitrige Entzündung(en), Enteritiden (ohne feline infektiöse Panleukopenie), Nierentubulusverkalkungen. 9. Ältere Katzen waren signifikant häufiger latent FeLV-infiziert. 10. Männliche Tiere waren im Vergleich zu weiblichen Tieren signifikant häufiger latent FeLV-infiziert. 11. Diese Untersuchung ist als explorative Studie zu werten. Aus den statistisch signifikanten Assoziationen der latenten FeLV-Infektion mit bestimmten Erkrankungen kann nicht direkt auf einen ursächlichen Zusammenhang geschlossen werden.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2007

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