Calcium-induzierte Chloridsekretion an isolierten Krypten aus dem Kolon der Ratte

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Calciumaktivierte Chloridkanäle (CaCC) spielen in vielen Epithelien eine wichtige Rolle. Nachdem ein CaCC auch am Kolonepithel der Ratte funktionell nachgewiesen werden konnte, war es Ziel dieser Arbeit diesen genauer zu untersuchen. Dabei sollte überprüft werden, wie stark die über den CaCC vermittelte Änderung der intrazellulären Chloridkonzentration & #916; [Cl-]i ist und ob sich die Amplitude über die Kryptenachse verändert. Außerdem sollte der Weg der Signaltransduktion ermittelt werden. Unter depolarisierten Bedingungen und nach Anlegen eines chemischen Gradienten für Chlorid war es möglich durch Stimulation mit Carbachol eine CaCC getragene Absenkung der [Cl-]i mittels Imaging-Technik zu messen. Dazu wurde der halogenidsensitive Farbstoff MEQ verwendet. Der Chloridausstrom war stilbensensitiv und konnte mit dem Calcium-Ionophor Ionomycin nachgeahmt werden. Der Differenzierungsgrad der Epithelzellen spiegelt sich in der Amplitude der Carbacholantwort nicht wider. Die Signalweiterleitung wird nicht von den klassischen Calcium-assoziierten Kaskaden vorgenommen. Vielmehr müssen alternative Signalwege eine Rolle spielen. Anscheinend ist NO als second messenger in diesen Signalweg einbezogen, da über den NO-Donor Nitroprussid eine dem Carbacholeffekt ähnlich Zellantwort ausgelöst werden konnte. Zusätzlich hemmte L-NMMA, ein Blocker der NOS-Subtypen, die Carbachol-induzierte Chloridsekretion. L-NNA, ebenfalls ein Inhibitoren von NOS konnte die Carbacholantwort der Krypten nicht blockieren. Da L-NNA eine deutlich schwächere Wirksamkeit auf die i-NOS besitzt, indiziert dies eine Beteiligung dieses NOS-Subtyps. Mittels immunhistochemischer Methodik wurde das Verteilungsmuster der NOS-Subtypen im Kolonepithel untersucht. Hierbei zeigte sich, dass vor allem die i-NOS und die n-NOS sehr präsent und entlang der gesamten Kryptenachse zu finden sind. Die e-NOS hingegen wird wesentlich schwächer exprimiert und konzentriert sich auf die Oberflächenregion. Als Vermittler zwischen dem Anstieg des cytoplasmatischen Calciums und den NOS fungiert möglicherweise das Cytoskelett. Nocodazol und Colchicin zerstören die Mikrotubuli und reduzierten den Carbachol-induzierten Chloridefflux signifikant. Jasplakinolide, welches das Actinskelett versteift, indem es die Depolymerisation des F-Actins verhindert, hemmte ebenfalls den Chloridefflux. Somit scheint sowohl ein intaktes Netzwerk der Mikrotubuli, als auch ein intaktes Actincytoskelett zu Aktivierung des CaCCs erforderlich zu sein.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2007

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