Genexpressionsuntersuchungen in Seminomen und Nichtseminomen

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Ziel: Untersuchung der Expression von Schlüsselgenen zentraler Zellfunktionen (Apoptoseregulation, Zellzykluskontrolle, DNA-Reparatur und Stressantwort) in Hodentumoren verschiedener Tumorentität. Validierung zuvor mittels Array-Verfahren erhobener Ergebnisse (PORT 2005). Methode: Untersuchung der differentiellen Expression von 37 Genen in Tumorgewebe und Normalgewebe von 9 Seminom(SE)-Patienten und 10-Nichtseminom(NS)-Patienten mittels quantitativer Echtzeit-Polymerase-Kettenreaktion (RTQ-PCR). Ergebnisse und Diskussion: (1) An unterschiedlichen Patientenkohorten durchgeführte Untersuchungen der Differentiellen Expression durch RTQ-PCR zum einen und durch Array zum anderen zeigten in 93% der Gene gleichsinnige Expressionsänderungen. Durch RTQ-PCR wurden häufiger signifikante Expressionsunterschiede zwischen Tumor- und Normalgewebe festgestellt (54% der untersuchten Gene durch RTQ-PCR gegenüber 23% der gleichen Gene durch Array). (2) Die differentielle Expression in Seminomen und Nichtseminomen unterschied sich in der Regel nicht. Signifikante Unterschiede der differentiellen Expression wurden nur für Cyclin D1 und GADD45A (SE hochreguliert, NS herunterreguliert), GPX2 (SE herunterreguliert NS hochreguliert) sowie Clusterin (SE stärker als NS herunterreguliert) festgestellt. (3) Bei Hodentumoren beider Entitäten zeigte sich eine Dysregulation der Apoptoseinduktion, eine vorwiegend proapoptotische Apoptoseintegration und eine aktivierte Apoptoseexekution. Bei letzterer wurde erstmals eine Hochregulation der Caspase 4 festgestellt, die auf eine mögliche Rolle eines alternativen Weges der Apoptoseauslösung in Hodentumoren hinweist. Es bestand eine permissive Zellzyklusregulation. Die DNA-Reparatur-Gene ERCC1, RAD23a und RAD50 waren signifikant herunterreguliert, was eine mögliche Ursache der exzellenten Wirksamkeit der Chemotherapie darstellt. (4) Nach Einteilung der Patienten in drei Altersgruppen (<30, 30-37, >37 Jahre), ohne Berücksichtigung der Tumorentität, zeigte sich (a) eine altersabhängige Abnahme der globalen absoluten Expression sowohl in Normalgewebe als auch in Tumorgewebe. (b) Außerdem zeigte sich bei der differentiellen Expression ein altersabhängiger Trend zur Herunterregulation. Diese Befunde waren für den Vergleich der Altersgruppen <30 und 30-37 Jahre signifikant. (c) Da die altersabhängige Abnahme der globalen absoluten Expression auch im Normalgewebe auftrat, wird ein altersabhängiger Mechanismus der globalen Transkriptionsrepression postuliert, der im Rahmen der Karzinogenese verstärkt wird.

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