Untersuchung von zytotoxischen und DNA-schädigenden Effekten durch Zementstäube auf kultivierte humane Lungenzellen : WST-1 Assay und COMET-Assay

Lade...
Vorschaubild

Datum

Autor:innen

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Die Konzentrations-Wirkungseffekte von Europäischen Zementstäuben wurden gleichzeitig in zwei Testsystemen (WST-1-Assay und Comet-Assay) untersucht. Die erhaltenen Ergebnisse zeigen, dass die verwendeten A549-Zellen auf die Stäube wie Feinquarz DQ12 empfindlich reagieren und daher prinzipiell für die Feinstaubuntersuchungen geeignet sind. Mit den beiden Testsystemen wurden die Endpunkte der Zytotoxizität und Gentoxizität erfasst.Commet-Assay lieferte bei der Zement-Untersuchung gute Ergebnisse. Durch die einfache und schnelle Handhabung, hohe Sensitivität (reicht schon geringe Zellenzahl), geringen Kosten und genauen Ausmaß und Art der DNA-Brüchen ist diese Methode für die Untersuchungen der verschieden Arten von Stäuben sehr gut geeignet.Die Gentoxizität der Kontrollen und der fünf Stäube wurde mit dem Comet-Assay untersucht. Wasserstoffperoxid und der Kontrollstaub Quarz DQ12 zeigten relevante gentoxische Effekte in den A549-Zellen. Die DNA-schädigende Wirkung von Quarz DQ12 wurde bereits bei einer Konzentration von 25 µg/cm2 festgestellt. Dagegen wirken Titandioxid (negative Staubkontrolle) und alle weiteren geprüften Stäube nicht gentoxisch.Lediglich bewirkte der Zementstaub G in der höchsten (nicht zytotoxischen) Konzentration eine im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle eine signifikante Erhöhung des Olive Tail Moments (OTM).Nicht im Rahmen der vorliegenden Dissertation wurden die Zementstäube auf gentoxische Wirkungen mit Hilfe des Mikronukleus-Tests untersucht (Vojnar & Stecher, 2007). Der Test zeigte, dass die untersuchten Zementproben auch beim Mikrokern-Test keine gentoxischen Wirkungen auf die Lungenzellen A549 haben.Obwohl die in dieser Arbeit getesteten Zementstäube kein zytotoxisches oder gentoxisches Potential in menschlichen Lungenzellen haben, schließt es jedoch nicht aus, dass gentoxische bzw. mutagene Wirkungen im Lungengewebe bzw. sogar in dem sehr komplexen System des menschlichen Atemtraktes oder in den anderen Zelltypen, auftreten können. Solches kann letztlich nur durch in-vivo-Studien und/oder epidemiologischen Studien mit hinreichender Sicherheit geklärt werden. Weiterhin existieren auch noch methodische Probleme, wie z.B. die Pufferung der Zementalkalität durch das verwendete Kulturmedium. Somit lassen die bisherigen Ergebnisse noch keine direkte Interpretation der gesundheitlichen Relevanz für den menschlichen Organismus zu.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Giessen : VVB Laufersweiler

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform