Der Einfluss des bispezifischen GPVI-Fc-Aptamer Konstruktes auf die Adhäsion von murinen Progenitorzellen in einem Verletzungsmodell der Maus : Untersuchungen mit Hilfe der Intravitalmikroskopie

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Die Rekrutierung von endothelialen Progenitorzellen zu Gefäßwandverletzungen ist dieVoraussetzung für eine effiziente therapeutische Neovaskularisierung. Endothelverletzungenund die damit verbundene Freilegung der Kollagenmatrix können durch Stentimplantation,durch Ballondilatation oder durch Plaqueruptur infolge der Artherosklerose hervorgerufenwerden. Aufgrund dessen wurde ein Adhäsionsmolekül bestehend aus löslichem GPVI-Fc(Thrombozytenkollagenrezeptor) und einem Aptamer mit einer Bindungsstelle für murineendotheliale T17b-Progenitorzellen konstruiert. Dieses wurde für die Steigerung derRekrutierung von embryonalen endothelialen Progenitorzellen in vitro und in vivo eingesetzt.In der Flusskammer (in vitro) wurde die Bindungsaffinität von mit GPVI-Fc-Aptamer und alsKontrolle mit BSA-Aptamer vorinkubierten T17b-Progenitorzellen über einen Zeitraum von10 Minuten ermittelt. Hierbei zeigten die mit GPVI-Fc-Aptamer vorinkubierten T17b-Zellenim Gegensatz zur Kontrolle in den ersten 10 Minuten eine erhöhte und ansteigendeBindungsfähigkeit auf Kollagen. Außerdem wurde die Adhäsion von T17b-Zellen anunterschiedlichen Beschichtungen (an GPVI-Fc-Aptamer und seinen Einzelkomponenten) inder Flusskammer untersucht. Im Vergleich zu den Kontrollen konnte eine 10-fach erhöhteAdhäsion der T17b-Zellen nach Vorinkubation der Deckgläser mit dem GPVI-Fc-Aptamerbeobachtet werden. In einem weiteren Flusskammerversuch wurde das Bindungsverhalten derT17b-Zellen in Abhängigkeit von der GPVI-Fc-Aptamer-Konzentration von 10 µg/ml und 20µg/ml gegenübergestellt. Bei der Konzentration von 10 µg/ml haften im Gegensatz zu dereingesetzten Konzentration von 20 µg/ml ca. doppelt so viele T17b-Zellen, die mit GPVI-Fc-Aptamer vorinkubiert waren.In vivo im ligaturinduzierten Verletzungsmodell an der A. carotis der Maus mittels derMethode der intravitalen Fluoreszenzmikroskopie wurden zuerst in einem Vorversuch murineHerzendothelzellen (MHEC) im Vergleich zu murinen T17b-Progenitorzellen eingesetzt.Hierbei konnte eine erhöht Adhäsion der T17b-Zellen über einen Zeitraum von 60 Minutennach Ligatur am Gefäßendothel festgestellt werden. Im Weiteren wurde mit Hilfe der gleichenMethode die vermehrte Haftung der mit GPVI-Fc-Aptamer gegenüber der als Kontrolle mitNonsense-Aptamer vorinkubierten T17b-Zellen dargestellt.In dieser Arbeit konnte eine erhöhte Adhäsion der murinen T17b-Zellen durch dieVerwendung des chimären Konstrukts GPVI-Fc-Aptamer gezeigt werden. Durch diesenAnsatz könnte die Endothelialisierung beschleunigt und die Thrombusbildung reduziertwerden. Dies eröffnet neue Perspektiven für das Tissue-Engineering und die regenerativeMedizin dar.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2010

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