Untersuchungen betreffend Annexin IX bei Manduca sexta und anderen Lepidopteren : Vorkommen und mögliche Funktionen

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In der vorliegenden Arbeit wurde über einen für Manduca sexta Annexin IX spezifischen monoclonalen Antikörper (Antikörper #78) ein Vorkommen von Annexin IX in diversen Lepidopteren nachgewiesen. Neben den bisher bekannten unterschiedlichen Nachweisen von Annexin IX in Manduca sexta und Bombyx mori wurde Annexin IX in Acherontia atropos, Hyalophora cecropia, Actias artemis und Galleria mellonella gefunden und dokumentiert. Zusätzlich gelang es für Acherontia atropos, den Nachweis von Annexin IX über RT-PCR zu bekräftigen. Weiterhin wurde der Antikörper eingesetzt, um ein Vorkommen von Annexin IX in Hämocyten und die Veränderung über die Zeit während des Anheftungsvorganges der Zellen sichtbar zu machen. Es wurde eine Zunahme der markierten Zelloberfläche während des Vorganges festgestellt. Ausserdem konnte beobachtet werden, dass eine Parasitisierung mit Cotesia congregata negative Auswirkungen auf die Grösse der markierten Fläche hatte, während Annexin IX selbst innerhalb der Zelle vorhanden blieb. Daher wurde der Schluss gezogen, dass Annexin IX am Vorgang der Einkapselung innerhalb einer Reaktionskette beteiligt sein könnte. Ebenfalls über den Antikörper wurde der optische Nachweis von Annexin IX im KLSM in Nervengewebe, Tracheen, Fettkörper, Malpighi schen Gefässen, Spinndrüsen und weiteren Organen erbracht und durch Western-Blot bekräftigt. Den optischen Schnitten folgend kommt Annexin IX in den Organen hauptsächlich in den umhüllenden äußeren Bereichen vor. Bei Malpighi schen Gefässen und Speicheldrüsen allerdings scheint Annexin IX auch im Organinneren vorzukommen. Da es mit Hilfe des verwendeten Antikörpers nicht möglich war, zwischen den drei vermuteten Isoformen von Annexin IX zu differenzieren, wurde der Vorgang der RT-PCR genutzt, da sich die erwarteten Fragmente der jeweiligen Isoformen theoretisch in der Länge unterscheiden. Es wurden in den meisten Organen drei Fragmente gefunden, die allerdings jeweils kürzer als erwartet waren. Eine Sequenzanalyse und anschließender Sequenzvergleich ergab, dass es sich bei den Fragmenten um Annexin IX Sequenzen handelte, die allerdings nicht an den bisher erwarteten Splice-Sites verknüpft waren. Eine erneute Berechnung der möglichen Lage Introns und Exons ergab mehrere Möglichkeiten, von denen je eine pro Isoform die vorliegenden Ergebnisse zu erklären vermochten. Eine Translation der auf diese Weise erhaltenen Nukleotidsequenzen brachte drei Aminosäuresequenzen hervor, die sich als Annexin IX identifizieren liessen. Daher kann davon ausgegangen werden, dass andere Splicing-Sites als bisher erwartet bei Manduca sexta Annexin IX genutzt werden.

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