(Medien-)Frames und politische Positionen: Eine Untersuchung der Reaktionen von Verbänden auf die neuen DGE-Empfehlungen

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Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die Reaktionen in Form von Pressemitteilungen verschiedener Verbände des Ernährungssystems auf die im März 2024 erschienenen DGE-Empfehlungen zu analysieren. Dabei sollen mithilfe von Medien-Frames Unterschiede und Gemeinsamkeiten untersucht werden. Dazu ergibt sich folgende Forschungsfrage: „Wie unterscheiden sich die politischen Reaktionen auf die neuen DGE-Empfehlungen in Abhängigkeit von verschiedenen Frames, die von Verbänden verwendet werden?“. Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde eine qualitativ-interpretative Framing-Analyse der Pressemitteilungen von zehn verschiedenen Verbänden aus dem Umwelt-, Gesundheits- und Ernährungsbereich durchgeführt. Dabei wurden im ersten Durchlauf einzelne Frames identifiziert und präzise beschrieben und im zweiten Durchlauf diese Frames zu Medien-Frames zusammengefasst. Anhand der Medien-Frames wurden die Pressemitteilungen auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten untersucht. Es konnten die Medien-Frames Inkonsistente-Nachhaltigkeitsaspekte-Frame, Nachhaltige-Ernährungsempfehlungen-Frame, Ernährungspraxis-Frame, Zielgruppen-Frame und Gesundheits-Frame identifiziert werden. Die Ergebnisse ergaben, dass einige Verbände mit analogen Interessen analoge Medien-Frames in ihren Pressemitteilungen aufweisen, jedoch konnten auch unterschiedliche Medien-Frames trotz analoger Interessen gefunden werden. Somit bedeuten analoge Interessen nicht unbedingt analoges Framing. Dennoch können die Interessen und Ziele der Verbände helfen, die genutzten Medien-Frames besser zu verstehen. Dies zeigt, dass sich ein näherer Blick auf den Verband, welcher hinter einer Pressemitteilung steht, lohnt, um Framing aufgrund von bestimmten Interessen und konstruktive Kritik voneinander zu unterscheiden. Auf dieser Grundlage wäre es sinnvoll, weitere Forschung zum Einfluss von Framing auf Rezipienten durchzuführen.

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