Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen jungen Kuratoren und Ausstellungsmachern in Westdeutschland und in New York. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die transatlantischen Beziehungen zwischen New York und Köln gelegt, die sich ab Mitte der 1960er Jahren stark intensivierten und damals noch unbekannte Künstler wie Carl Andre, Robert Smithson oder Dan Graham erstmals nach Europa brachten und Ausstellungen organisiert wurden.Als Fallbeispiel werden die Tätigkeiten als Ausstellungsmacher und Vermittler von Paul Maenz betrachtet, der ab 1965 amerikanische Künstler in Deutschland ausstellte und anschliessend Galerie Paul Maenz in Köln gründete. Neben weiteren Pionieren wie Konrad Fischer und René Block entwickelte er das Konzept der ortsspezifischen Ausstellung und somit auch das Prinzip des Galerieraums in seiner Doppelfunktion als Ausstellungsraum und als Werkstatt, in dem Kunst entwickelt und produziert wird.Methodologisch wird in der Arbeit mit oral history (Gespräche mit Paul Maenz und anderen Zeitzeugen) sowie mit schriftlichen Quellen aus dem Paul Maenz Archiv (Getty Research Institute, Los Angeles) und dem Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels (Köln) gearbeitet.
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