Zur Pleura projizierende Spinalganglienneurone exprimieren pH-sensitive Ionenkanäle : Eine Tracingstudie

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In der vorliegenden Arbeit wurden erstmals pleurale Afferenzen retrograd markiert. Mittels einer Vierfachmarkierung mit dem Tracer DiI, einem Marker myelinisierterNeurone (anti-NF68), Antikörpern gegen die pH-sensitiven Ionenkanäle ASIC3 undTRPV1 sowie durch Größenbestimmung des Perikaryons konnten diese Afferenzenbzgl. ihrer Faserqualität und pH-Sensitivität untersucht werden.Als Ergebnis konnte gezeigt werden, dass pleurale Afferenzen, deren Perikarya inthorakalen DRGs lokalisiert sind, in A-Alpha/Beta>A-Delta- (6,5 %), A-Delta>A-Alpha/Delta- (17,2 %) und CPopulationen(76,3 %) eingeteilt werden können. Diese Populationen konnten aufGrund ihrer Immunreaktivität für die pH-sensitiven Ionenkanäle ASIC3 und TRPV1 inweitere Subpopulationen unterteilt werden. Insgesamt wiesen 97 % der thorakalenAfferenzen mindestens einen der beiden pH-sensitiven Ionenkanäle auf.Den untersuchten pleuralen Afferenzen könnte eine entscheidende Rolle bei derGeneration von Pleuraschmerzen unter inflammatorischen Bedingungen zukommen.So könnten die verschiedenen Faserqualitäten für unterschiedlicheSchmerzempfindungen verantwortlich sein. Darüber hinaus muss jedoch auch einemögliche nicht-nozizeptive, mechanotransduktive Funktion dieser Afferenzen inBetracht gezogen werden. Eine Unterteilung in Neuronsubpopulationen, wie sie indieser Arbeit vorgenommen wurde, könnte die Grundlage für differenziertemedikamentöse Therapiekonzepte bei Pleuraschmerzen darstellen.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2007

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