Ergebnisse einer weltweiten Umfrage zum perioperativen Management der Pulmonalis-Endarterektomie

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Die chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) ist eine Erkrankung mit signifikanter Morbidität und Mortalität, die aufgrund verbesserter Diagnosemethoden einen Anstieg in der Prävalenz erlebt hat. Die Therapie der Wahl stellt bislang die kurative Pulmonalis-Endarterektomie (PEA) dar, welche durch Fortschritte in der standardisierten Operationstechnik mittlerweile drastisch reduzierte Mortalitätsraten vorweisen kann. Dennoch ist das anästhesiologische und intensivmedizinische Management für diesen Eingriff ebenfalls komplex, wobei hierfür Standardisierungen fehlen und nur wenige Studien und Reviews vorliegen. Es wurde daher zwischen Mai 2010 und Juni 2011 eine retrospektive, groß angelegte Onlinestudie an 27 weltweiten Zentren durchgeführt mit dem Ziel Behandlungsstandards an PEA-Zentren zu analysieren.Die Rücklaufquote betrug bis zu 59,3%, was einer relativ hohen Quote bei medizinischen Umfragen entspricht. Insgesamt waren an den teilnehmenden Zentren im Jahr 2009 zwischen 3 und 126 Patienten im Rahmen der PEA operiert worden, die Gesamtmortalitätsrate betrug 6,3%. Das Alter wies einen Median in Höhe der 6. Lebensdekade auf (Spannweite: 13-84 Jahre) mit einer leichten Dominanz des männlichen Geschlechts (52%). Im Bereich des anästhesiologischen und intensivmedizinischen Managements zeigte sich ein einheitlicher Trend zu einer lungenprotektiven Beatmung nach dem kardiopulmonalen Bypass und auf Intensivstation. Die postoperative Volumentherapie zeigte sich hingegen uneinheitlich, was sich auf die Entwicklung eines Reperfusionslungenödems und ALI/ARDS auswirken kann. In der peri- und postoperativen Phase zeigte sich eine eher liberale Transfusionsstrategie, was eventuell in einem verspäteten Wandel zur Minimierung von Transfusionen bei PEA begründet ist. Mittels generalisiertem linearen Modell konnte ein Einfluss der Gabe von Blutprodukten auf die Krankenhausmortalität dargestellt werden.Als limitierend auf unsere Studie wirkte sich einerseits der geringe Stichprobenumfang und somit die Generalisierbarkeit der Umfrage aus, andererseits war keine weiterführenden Testung der Hypothesen auf Confounder möglich.Insgesamt stellt die Umfrage die erste und bisher einzige großflächige Erfassung des peri- und postoperativen Vorgehens im Bereich der Anästhesie und Intensivmedizin bei PEA dar und liefert wichtige Erkenntnisse. Anhand dieser sollten zunächst einheitliche Definitionen der häufigsten Komplikationen erstellt werden um nachfolgend in randomisierten, prospektiven Studien mit größeren Stichprobenumfängen ausgewählte Themen weiter analysieren zu können.

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