Untersuchung des Einflusses körperlicher Belastung auf die Plasmakonzentration endogener Substanzen gesunder Hunde unter der Behandlung mit Bisoprolol, Atenolol oder Benazepril
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Zusammenfassung
Das Ziel dieser Arbeit war es, den Einfluss körperlicher Belastung auf die Plasmakonzentration von Endothelin-1, big Endothelin-1 und Digoxin bei gesunden Hunden zu untersuchen, und den Effekt der Therapie mit den Betablockern Bisoprolol, Atenolol und dem Angiotensin-converting Enzym Hemmer Benazepril zu überprüfen.Neun klinisch gesunde Beagle Hunde wurden trainiert, eine Laufbandbelastung zu absolvieren. Bei jedem Hund erfolgte die Untersuchung zu vier Zeitpunkten: Basiswert vor jeglicher Therapie, Therapie mit Atenolol (1 mg/kg 1x tägl. per os), Therapie mit Bisoprolol (0,2 mg/kg 1x tägl. per os) und Therapie mit Benazepril (0,5 mg/kg 1x tägl. per os). Es wurde die klinische und labordiagnostische Verträglichkeit der Therapien beurteilt. Analysiert wurden der arterielle Blutdruck, die Herzgröße im Röntgen, Parameter des Ruhe-EKG (Herzfrequenz, PQ-Zeit, QT Intervall) und der Echokardiographie (Linksventrikuläre Durchmesser diastolisch und systolisch, Fractional shortening und Kreisflächenverkürzung, Wandstärken diastolisch und prozentuale Wandverdickung, Systolische Zeitintervalle), sowie die mittlere Herzfrequenz und der Herzrhythmus im 24 Stunden-EKG. Folgende endokrine Substanzen wurden im Plasma vor, unmittelbar nach sowie 10 Minuten nach Ende der Belastung gemessen: Adrenalin, Noradrenalin, Digoxin, Endothelin-1 und big Endothelin-1.Weder die klinischen noch die labordiagnostischen Untersuchungen zeigten Hinweise auf eine Unverträglichkeit der Therapien. Weder Blutdruck noch radiologische Herzgröße zeigten relevante Veränderungen. Unter Therapie mit beiden Betablockern kam es zu einer Senkung der Herzfrequenz und Verlängerung des PQ Intervalls. Ebenfalls unter beiden Betablockern zeigte sich eine Zunahme der linksventrikulären Durchmesser diastolisch und systolisch sowie Hinweise auf eine reduzierte systolische Funktion (Zunahme der Pre ejection period, Abnahme der Fractional shortening). Die mittlere Herzfrequenz im 24 Stunden EKG war nach Therapie mit Bisoprolol niedriger als bei der Basisuntersuchung. Für Adrenalin und Noradrenalin konnte ein Anstieg unmittelbar nach der Belastung mit einem anschließenden Abfall gezeigt werden, dieser Effekt war unbeeinflusst von den Therapien. Für Digoxin bestand eine große Streuung der Messwerte, so dass weder zeitlich noch für die verschiedenen Therapien ein Trend zu erkennen war. Endothelin-1 lag bei allen Hunden stets unter der Nachweisgrenze des Testes. Bei big Endothelin-1 konnte nur bei 2 Hunden zu einigen Zeitpunkten ein Wert bestimmt werden, ein Trend war daraus nicht ableitbar.Zusammenfassend belegt die Studie die Verträglichkeit der angewendeten Medikamente in der applizierten Dosis. Für die Gruppe der Betablocker zeigten sich die erwarteten negativ chronotropen und negativ inotropen Effekte. Die Katecholamin-Plasmakonzentrationen zeigen einen Anstieg unter der Belastung, waren allerdings unbeeinflusst von der Therapie. Ein Einfluss der Therapie auf Endothelin oder big Endothelin konnte nicht beurteilt werden, da die Messwerte stets bzw. meist zu niedrig lagen. Weitere Untersuchungen mit sensitiverem Test und intensiverer Belastung sollten erfolgen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
