Optimierung von Kontrastmittel und Sondentyp zur Darstellung des Hirnparenchyms mit B-Bild Sonographie

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Die Farbduplexsonographie als apparative Untersuchung beim Hirninfarkt ist in den letzten Jahren augrund ihrer relativ geringen Belastung für den Patienten und der Verfügbarkeit als 'bedside-test' als diagnostisches Verfahren immer stärker in die klinische Routine vorgedrungen. Dabei wurde die Sonographie überwiegend zur Beurteilung des extrakraniellen und intrakraniellen Gefäßstatus eingesetzt. Der entscheidende Schritt zur Darstellung des Hirnparenchyms wurde mit der Entwicklung lungengängiger Ultraschallkontrastmittel getan. Die Bildqualität nach Kontrastmittelgabe wurde außerdem durch neuere Methoden der sonographischen Darstellung wie zum Beispiel das 'tissue harmonic imaging' verbessert. Durch Darstellung der Parenchymperfusion können Perfusionsdefekte dargestellt werden, wie zum Beispiel ein minderperfundiertes Hirnareal, welches mit der Gefährdung für einen Hirninfarkt einhergeht. Mit der hier vorgelegten Studie wird ein Beitrag zur Weiterentwicklung der kontrastmittelgestützten Sonographie geleistet mit dem Ziel, die Kombination von Sondentyp und Kontrastmittel zu ermitteln, welche die besten diagnostischen Ergebnisse liefert. Wir untersuchten die Hirnperfusion unter Anwendung zweier Sondentypen (Philips Medizin Systeme, Hamburg, S3: 1,3 + 2,6MHz ;S4: 1,8 + 3,6MHz) in Kombination mit der Applikation der Ultraschallkontrastmittel Optison (Mallinkrodt Medical GmbH, 53773 Hennef, Deutschland) und Levovist (Schering AG Berlin). Wir verwendeten das Ultraschallgerät Hewlett Packard SONOS 5500 (Philips Medizin Systeme, Hamburg). Es wurden 16 gesunde Probanden im Rahmen einer prospektiven unizentrischen Studie untersucht. Die Analyse des Kontrastmitteleffektes in den untersuchten Regionen zeigte eine gute Kontrastierung im Bereich des Nukleus lentiformis, im vorderen Marklager und im Thalamus, dagegen ist das hintere Marklager und der kontralaterale Thalamus durch Kontrastmittelapplikation weniger gut kontrastierbar. Die Varianzanalyse ergab, dass die interindividuelle Variabilität der Pro-banden den größeren Einfluss auf die Ergebnisse ausübt, ein wesentlich geringerer Anteil der Varianz entfällt auf Sondentyp und Wahl des Kontrastmittels. Beim Vergleich der zwei Sondentypen, unabhängig vom applizierten Kontrastmittel, zeigte sich der S3 Sondentyp besser geeignet zur Darstellung der Hirnperfusion mittels Kontrastmittel. Es wurden signifikant höhere Werte sowohl für die Maximalwerte als auch bei den Werten für die area under the curve erzielt. Im Vergleich beider Kontrastmittel zeigten sich signifikant günstigere Kontrasteffekte für Optison sowohl bei den Maximalwerten als auch bei den Werten für die Area-under-the-curve. Die Vergleiche zwischen den Sondentypen und zwischen den Kontrastmitteln ergab, dass bei den von uns untersuchten Messgrößen die Kombination zwischen S3 Sondentyp und Optison die optimale Wahl ist, da auf diese Weise die höchste Kontrastierung durch die Kontrastmittelapplikation erreicht wird. Optison flutet im Gewebe signifikant langsamer als Levovist an. Da sich diese zeitliche Differenz jedoch im Bereich von wenigen Sekunden abspielt, ist dies für die klinische Anwendung von untergeordneter Bedeutung. Optison ist zur Zeit nicht für Anwendungen in der Neurologie zugelassen. Daher ist, um ein off-label-use zu vermeiden, die Kombination zwischen den S3 Sondentyp und Levovist für die Hirnperfusionsdarstellung auf der Basis der vorliegenden Studiendaten zu empfehlen.

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