Charakterisierung von Endometrioseherden mit Hilfe von immunhistochemischen Markern

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Die Endometriose ist eine der häufigsten Frauenkrankheiten; 8 bis 12 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter sind davon betroffen. Dabei treten gebärmutterschleimhaut-ähnliche Wucherungen außerhalb des Cavum uteri auf, die sich jedoch in vielen Punkten vom eutopen Endometrium unterscheiden. Es existieren zwei gegenläufige Theorien zur Pathogenese, die Metaplasie- und die Transplantationstheorie. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war die Beschreibung von Endometrioseherden im Kontext der Transplantationstheorie. Hier war eine Ausgangsfrage, ob die Zellen von Endometrioseherden Eigenschaften von Stammzellen besitzen. Es wurde histologisches Material von Endometrioseherden aus unterschiedlichen Lokalisationen (Ovar, Eileiter, Vagina, Rektum, Peritonaeum) mit Markern für zytoskeletale Filamente und Stammzellmarkern immunhistochemisch untersucht. Arbeitsmethode war die indirekte Immunhistochemie, die einen qualitativen, nicht aber einen quantitativen Nachweis der verwendeten Marker erlaubte. Zunächst wurden die zytoskeletalen Filamente Aktin und Zytokeratin in den Gewebeschnitten lokalisiert, um die Zellpopulationen sicher zuordnen zu können. Außerdem kamen der Marker für menschliche Knochenmarkszellen CD 34, der frühe Marker für hämatopoetische Stammzellen CD133, das die Stammzelladhäsion stimulierende CD 117 und der Zellproliferationsmarker Ki 67 zum Einsatz.Diese Stammzellmarker konnten die Zellen von Endometrioseherden anfärben. So fand sich CD34 vorwiegend im Endothel großer und kleiner Blutgefäße aber auch im Zytoplasma von Bindegewebszellen der Endometrioseherde. CD133 färbte das Epithel der Drüsenschläuche, sowie das Stratum basale des Vaginalepithels. Außerdem zeigten lymphatische Zellen des Darmes eine leichte Immunreaktion. CD 117 konnte im Zytoplasma der Epithelzellen von Endometrioseläsionen und im umgebenden Bindegewebe nachgewiesen werden. Ki 67 färbte Kerne der proliferierenden Drüsenepithelzellen, seltener Kerne von proliferierenden Bindegewebszellen in deren Umgebung. Daneben waren Zellkerne insbesondere des Stratum spinosum des Vaginalepithels immunopositiv für Ki 67. Damit konnte gezeigt werden, dass Zellen in Endometrioseherden auch Eigenschaften von Stammzellen haben. Diese Zellen sind möglicherweise in die Pathogenese der Endometriose involviert und sollten bei der Entwicklung neuer Therapien berücksichtigt werden.

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