Vergleich von CT-Angiographie mit der Portographie zur Beurteilung des Restshunts nach Verschluss eines kongenitalen portosystemischen Lebershunts
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Zusammenfassung
Das Cellophan Banding zur Therapie eines kongenitalen extrahepatischen portosystemischen Shunts hat zum Ziel, einen langsamen progredienten Verschluss des Shuntgefäßes zu erreichen, um eine normale Leberfunktion in einem betroffenen Tier wiederherzustellen. Für die Erfolgskontrolle stehen neben der Labordiagnostik, welche nur einen funktionellen Verschluss zeigen kann, auch bildgebende Verfahren zur Verfügung, um das Shuntgefäß und einen verbleibenden Blutfluss durch das Shuntgefäß direkt beurteilen zu können.Die vorliegende Studie gliedert sich in einen retrospektiven und einen prospektiven Teil. Im retrospektiven Teil werden 10 und im prospektiven Teil 15 Hunde drei Monate nach Verschluss eines kongenitalen, extrahepatischen, portosystemischen Shunts mittels Cellophan Banding nachuntersucht. Bei den in den retrospektiven Teil aufgenommenen Tieren wurde das Cellophan mit Gefäßclips aus Metall und den im den prospektiven Teil 15 Tieren das Cellophan mit Gefäßclips aus Kunststoff am Shuntgefäß fixiert. Alle Tiere werden mittels CT-Angiographie und Splenoportographie in zwei Projektionsebenen untersucht, um die Pfortader und das Shuntgefäß darzustellen.Die Auswertung der Bilder erfolgt im retrospektiven Teil durch zwei Untersucher - einer für die CT-Angiographie und ein Untersucher für die Splenoportographie. Im prospektiven Studienteil werden die CT-Angiographie und Splenoportographie durch drei Untersucher ausgewertet. Zwei Untersucher werten sowohl die CT-Angiographie als auch die Splenoportographie aus, ein Untersucher wertet jeweils ausschließlich die CT-Angiographie und Splenoportographie aus. In der CT-Angiographie werden das Shuntgefäß als offen oder geschlossen gewertet und der PA-Grad bestimmt. In der Splenoportographie wird ebenfalls bestimmt, ob das Shuntgefäß offen oder geschlossen ist sowie nach zwei Projektionsebenen getrennt der PA-Grad und der Shuntgrad aufgezeichnet.Im retrospektiven Teil der Studie war eine Aussage Shunt offen / geschlossen bei 6 von 10 Tieren durch Aufhärtungsartefakte, bedingt durch die Gefäßclips aus Metall, nicht möglich. Der PA-Grad konnte bei allen Patienten in der CT-Angiographie bestimmt werden. In der Splenoportographie war eine Beurteilung aller Patienten möglich und zeigte eine signifikante starke Übereinstimmung sowohl des PA-Grades als auch des Shuntgrades zwischen beiden Projektionsebenen (Cramer-V = 1,000). Ein Vergleich der CT-Angiographie mit der Splenoportographie ist im retrospektiven Teil, bedingt durch den Wegfall der Patienten mit Aufhärtungsartefakten, nicht möglich. Die PA-Grade werden in der CT-Angiographie konsistent höher beurteilt als in der Splenoportographie.Im prospektiven Teil war eine Auswertung aller Patienten in der CT-Angiographie und der Splenoportographie möglich. Alle Auswerter der CT-Angiographie für die Beurteilung Shuntgefäß offen / geschlossen zeigen eine nicht signifikante maximal mittlere Übereinstimmung (k = 0,474). Die Beurteilung des PA-Grades zeigt ebenfalls eine nicht signifikante maximal mittlere Übereinstimmung zwischen den Untersuchern (k = 0,423). In der Splenoportographie kann eine signifikante gute (k = 0,706) bis sehr gute Übereinstimmung (k = 1,000) zwischen den Untersuchern konstatiert werden. Für die Beurteilung des PA-Grades zeigt sich zwischen der laterolateralen und dorsoventralen Projektion ein signifikanter, deutlicher (Cramer-V = 0,677) bis perfekter Zusammenhang (Cramer-V = 1,000). Ein ähnliches signifikantes Ergebnis liegt für den Shuntgrad vor. Innerhalb der Projektionsebenen besteht zwischen den Untersuchern eine signifikante, äußerst geringe (k = 0,282) bis mittlere (k = 0,552) Übereinstimmung für die Beurteilung des PA-Grades. Für den Shuntgrad ergibt sich innerhalb der Untersucher für die Projektionsebenen eine mittlere Übereinstimmung bei einem k-Wert von 0,487 bis 0,543.Beim Vergleich der CT-Angiographie mit der Splenoportographie stellt sich eine vollständige Unabhängigkeit der Ergebnisse aus der CT-Angiographie von denen der Splenoportographie dar, die in der vorliegenden Studie als Goldstandard angesehen wird. Für die Sensitivität der CT-Angiographie ergeben sich Werte von 0,50 bis 1,00 sowie für die Spezifität von 0,545 bis 0,818. Es zeichnet sich ab, dass die CT-Angiographie nicht geeignet, ist die Splenoportographie für die Beurteilung eines möglichen Restshuntes zu ersetzen. Jedoch erscheint die CT-Angiographie besser für die Beurteilung der Verzweigung der Pfortader in der Leber geeignet zu sein, da die Pfortader stets in der CT-Angiographie sichtbar ist.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : Laufersweiler
