In zwei Zoologischen Gärten wurden 12 Zebras und ihre artfremden Mitbewohner unter verschiedenen Haltungsbedingungen beobachtet.Zur Auswertung kamen die in 381,5 Beobachtungsstunden aufgenommenen Verhaltensweisen. Die Gehege beider Zoologischer Gärtenunterschieden sich hinsichtlich der Gehegegröße sowie der Vergesellschaftung der Zebras.
In Form von Focus-Tier- und Scan-Protokollen (ALTMANN, 1974) wurden die Daten im Tagesverlauf aufgenommen.
Ziel der Untersuchung war es, die Einflüsse von Gehegegröße und artfremden Tieren auf die Zebras anhand bestimmter Verhaltensweisenund der Gehegenutzung darzustellen sowie eine Rangordnung aufzustellen.
Hinsichtlich ihrer Zeitbudgets unterschieden sich die Tiere beider Zoologischer Gärten nur in Bezug auf die interspezifischen Aktivitätensignifikant voneinander. Nicht nur die Häufigkeiten, sondern auch die Art des interspezifischen Verhaltens unterschied sich in beiden Zoos,was nicht nur in Zusammenhang mit der Gehegegröße stand, sondern auch durch die unterschiedliche Vergesellschaftung bedingt war. Beider Untersuchung der Gehegenutzung konnten Fixpunkte für bestimmte Verhaltensweisen festgestellt werden. Für das WÄLZEN undRUHEN im Liegen suchten alle Zebras in beiden Zoos dieselben Plätze signifikant häufig auf. Beim RUHEN im Stehen und FRESSENnahmen die Fohlen häufig die Standorte der Mutter ein oder blieben in deren Nähe. Die bevorzugten Aufenthaltsorte im Gehege derZebras waren die Fressplätze sowie die Flächen um die Stallungen herum.
Die Gesamtfläche des Geheges wurde in Heidelberg signifikant besser ausgenutzt als in Karlsruhe. Die intensivste Gehegeerkundungfand in beiden Zoos mittags statt. Anhand der Ermittlung von Distanzen zwischen den Tieren konnten die Unterschiede in der Einhaltungder Abstände unter den Zebras und zwischen Zebras und den artfremden Tieren herausgestellt werden.
Intoleranz-Rangordnungen und biologische Rangordnungen konnten in beiden Zoologischen Gärten erstellt werden.
Eine Umfrage sollte abschließend einen Eindruck über die Beurteilung beider Gehege sowie der Vergesellschaftung durch die Besuchervermitteln.
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