Der Einfluß von Metaboliten auf die Proliferation von Novikoff-Hepatoma Tumorzellen : eine in vivo Untersuchung an CD Ratten

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Während der Tumorentstehung kommt es durch die Dimerisierung der Pyruvatkinase zu einem relativen Stop der Glykolyse. Gleichzeitig wird in diesen Zellen die Glutaminolyserate erhöht. Die Zielsetzung der vorliegenden Dissertation war es, in diesem Zusammenhang zu untersuchen, ob durch die kontinuierliche Perfusion mit Fructose-1,6-P2 (FBP), Aminooxyessigsäure, Cisplatin, Glycerat-3-P bzw. Bernsteinsäure-monomethylester den Tumorstoffwechsel beeinflusst und das maligne Wachstum gehemmt wird. Bekanntlich hemmt Aminooxyessigsäure direkt die Glutamat-Oxalacetat-Transaminase, Bernsteinsäure-mono-methylester, ein synthetisches Analogon von Glutamin, interferiert mit der Glutaminolyse. Glycerat-3-P wird durch proliferierende Zellen in Serin umgewandelt. Serin und FBP haben ihrerseits die Fähigkeit die M2-PK aus der inaktiven dimeren Form in die aktive tertramere Struktur umzuwandeln. Cisplatin wurde als eine Vergleichssubstanz eingesetzt. Die Kontrollgruppe wurde mit NaCl perfundiert. Als Tumor-Zellmodell dienten mit Novikoff Hepatoma (NH) Zellen injizierte CD Ratten. Die Zellen wurden in zufällig gewählten Tieren intraperitoneal passagiert, und es wurden anschliessend jeweils 1x106 NH-Zellen pro Ratte in den rechten Glutaeus maximus injiziert. Vorversuchen hatten gezeigt, dass in Zellkultur passagierte Zellen ihre Malignität verloren hatten. Nach dem Auftreten von Tumoren wurden die Tiere randomisiert und für durchschnittlich 9-10 Tage über einen Jugularis-Katheter kontinuierlich mit den jeweiligen Substanzen perfundiert. Hierbei wurde täglich die Tumorgrösse mittels einer Schublehre gemessen und hieraus ihr Volumen (cm3) berechnet. Am Ende der Versuche wurde der Tumor herauspräpariert und mittels Wasserverdrängung ihr Volumen (ml) bestimmt und die Anzahl der Metastasen und ihr Volumen bestimmt. Zusätzlich wurde in einem weiteren Versuch aus den Blutproben der Tiere ermittelt, ob die verwendeten Substanzen eine immunmodulatorische Wirkung auf die natürlichen Killerzellen zeigten und ihre Aktivität beeinflussten. Hierfür wurde der Zyto Tox 96® Test verwendet. Die Tiere, welche mit FBP behandelt wurden, zeigten im Verlauf ein geringeres Wachstum der Tumoren, ein geringeres Tumorendvolumen und es kam zu einer signifikant geringeren Metastasenbildung gegenüber den Kontrolltieren, die mit NaCl perfundiert worden waren. Somit scheint FBP von allen übrigen hier untersuchten Substanzen am potentesten den Tumorstoffwechsel zu beeinflussen. Für Aminooxyessigsäure, Bernsteinsäuremonomethylsäure und Glycerat-3-P konnte gezeigt werden, dass die Tumorendvolumina (ml) am Ende des Versuchs signifikant kleiner waren. Auch der geringere Nachweis von makroskopischen Metastasen zeigt, dass sie den Stoffwechsel der Novikoff Hepatoma beeinflussen. Für Cisplatin zeigte unter der angewandten Dosierung (5 µg) keine Wirkung auf das Tumorwachstum. Für FBP und Aminooxyessigsäure konnte zudem eine immunmodulatorische Wirkung auf die Natürlichen-Killerzellen (NK) nachgewiesen werden. Die NK zeigten im Zyto Tox 96® Test eine deutlich höhere Lyserate der Novikoff Zellen.

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