Etablierung eines In-Vitro-Spermien-Penetrationstests zur Analyse boviner Samenzellen

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Ziel der vorliegenden Arbeit war es, einen Spermien-Penetrationstest (SPT) zu etablieren, der technisch einfach durchführbar und kostengünstig ist. Hierzu wurden Ejakulate von 20 Bullen 960 Penetrationstests unterzogen. Folgende relevante Ergebnisse konnten erzielt werden: - Agarose-Gel eignet sich im Gegensatz zu Polyacrylamid-Gel nicht für den Einsatz im SPT. - In 1,9 %-igem Polyacrylamid-Gel wurden signifikant höhere Penetrationsdistanzen erreicht als in 2 %-igem Polyacrylamid-Gel. - In den Gelkonzentrationen mit PBS-Puffer-Zusatz wurden signifikant höhere Penetrationsdistanzen erreicht als in den Konzentrationen mit TRIS-Puffer- Zusatz (p < 0,001). - Hämatokritkapillaren eignen sich zur Durchführung des SPT. - Alle getesteten Methoden der Testablesung wiesen hochsignifikante Korrelationen untereinander auf (p < 0,001). - Es bestanden signifikante Zusammenhänge zwischen der Ergebnissen des SPT und denen der spermatologischen Untersuchung. Insbesondere der nachweislich mit der Fertilitätsrate in Zusammenhang stehende kinetische Motilitätsparameter VSL zeigte hohe Korrelationskoeffizienten bei allen eingesetzten Medien. - Thermische Schädigung der Spermien stand in signifikantem Zusammenhang mit dem Ergebnis des SPT (p < 0,05). - Die Ergebnisse des SPT vor Kryokonservierung standen in signifikantem Zusammenhang mit den Ergebnissen nach Kryokonservierung (p < 0,05). Zusammenfassend kann der Einsatz von 1,9 %-igem Polyacrylamid-Gel, dem in der Herstellung PBS als Puffer zugesetzt wird, als Medium für den SPT bei bovinen Ejakulaten empfohlen werden. Als Methode der Auswertung empfiehlt sich das Ablesen der Penetrationsdistanz des vordersten noch motilen Spermatozoons. Der in dieser Arbeit entwickelte Penetrationstest stellt eine technisch einfache und kostengünstige Methode dar, die Penetrationsfähigkeit von Samenzellen zu erfassen und lässt bei Anwendung vor Kryokonservierung auf die Qualität der Spermien nach dem Auftauen schließen.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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