Histologische Untersuchung der rheumatoiden Gelenkveränderungen bei der muskarinischen Acetylcholinrezeptor-Subtyp-M3-Knockout-Maus im experimentellen Modell der Antikörper-induzierten rheumatoiden Arthritis

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Die RA ist eine der häufigsten entzündlichen Gelenkerkrankungen und weist einen progredienten und schubweisen Verlauf auf. In der Folge des chronischen Krankheitsgeschehens kommt es bei den Patienten zu Einschränkungen in der Lebensqualität und der Erwerbsfähigkeit. Ebenfalls ist die RA mit einer verkürzten Lebenszeit assoziiert.Das nicht-neuronale cholinerge System scheint für die Entstehung und den Fortschritt der RA von Bedeutung zu sein. Dabei wurde die Rolle des M3R in dieser Beziehung noch nicht untersucht. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, einen möglichen Effekt der M3R-Defizienz bei einer experimentell induzierten Arthritis im Mausmodell zu untersuchen.Im Rahmen des zehntägigen Versuchs wurde in zwölf Wochen alten M3R-/- - und WT- Mäusen CAIA ausgelöst. Die Stärke der RA und die Belastung der Tiere wurde durch den kumulativen Arthritis-Score und den Belastungsscore bewertet. Die Kniegelenke der Versuchsgruppen sowie der Kontrolltiere wurden auf histologische Veränderungen in den drei Bereichen Knochen, Knorpel und SM durch histologische Scores, immun- und enzymhistologische Untersuchungen, der Histomorphometrie sowie der TEM analysiert.Die Auswertung des kumulativen Arthritis-Scores konnte keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den M3R-defizienten und WT-Mäusen aufzeigen, die M3R-defizienten CAIA-Tiere zeigten allerdings eine signifikante Gewichtsreduktion im Vergleich zu den anderen Gruppen sowie eine höhere Belastung. In den histologischen Auswertungen zeigte sich ein signifikant stärkerer Kollagen II-Verlust bei den M3R-/- -CAIA Tieren im Vergleich zu den WT-CAIA-Mäusen. Auch der histologische Score für Knochenveränderungen zeigte signifikant vermehrte Destruktionen bei den M3R-/- -CAIA-Tieren in Bezug zu der WT-CAIA-Gruppe. Enzymhistochemisch konnte mittels TRAP auch ein signifikant gesteigertes Vorkommen von Osteoklasten bei den arthritischen M3R-/- -Tieren im Vergleich zu den WT-CAIA-Versuchstieren gezeigt werden. Des Weiteren konnte über die ASMA-Färbung bei den arthritischen M3R- defizienten Tieren anders als bei den WT-CAIA-Tieren eine signifikant erhöhte Anzahl von Gefäßanschnitten gezeigt werden.Die Ergebnisse der vorliegenden Studie weisen nach, dass die M3R-Defizienz die Versuchstiere nicht vor der CAIA bewahrte. Die M3R-/- -CAIA-Tiere zeigten eine tendenziell vermehrte Ausprägung der Symptome als die WT-CAIA-Mäuse und die arthritisbedingte Gelenkzerstörung war signifikant stärker ausgeprägt als bei der arthritischen WT-Gruppe. Diese Ergebnisse erlauben die Vermutung, dass die Stimulation des M3Rs positive Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf und die Symptomausprägung der RA haben könnte. Allerdings sollten hier entsprechende Nebenwirkungen und Kontraindikationen Beachtung finden.

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