Outcomeanalyse der pneumologischen Frührehabilitation

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2024

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Bisher wurde das junge Teilgebiet „pneumologische Frührehabilitation“ der Rehabilitationsmedizin kaum untersucht. Die existierenden Daten fokussieren sich hauptsächlich auf COPD und COVID. In der modernen Medizin kommt es aber immer häufiger zum Überleben schwerer Erkrankungen von chronisch Lungenerkrankten aufgrund von gestiegenen Heilungschancen. Durch Verlust von Muskel- und Atemkraft verlieren die Patienten an Körperfunktionen, die zu physischen und psychischen Belastungen führen. Gleichzeitig sollen Rehospitalisierungen reduziert und die Entlassung in die Häuslichkeit zur Verbesserung der Lebensqualität und Reduktion von Kosten für das Gesundheits-system ermöglicht werden. Diese Dissertation soll mit ihrem Assesssmentmapping einen Beitrag zur Optimierung der PFR leisten. Im Rahmen einer retrospektiven Kohortenstu-die über 2,5 Jahre wurde ein Patientenkollektiv von n = 139 Patienten untersucht. Führend waren hierbei COPD (n = 73) und prolongiertes Weaning (n = 37). Ziel war es die Assessments über den Verlauf der pneumologischen Frührehabilitation zu analysieren, das Outcome der Patienten zu erheben und durch Vergleich mit anderen Studien den Weg für ein optimiertes, praktibales und universelles Assessmentmapping zu ebnen. Hierbei wurden die Parameter 6-Minuten-Gehtest, Tinettitest, geriatrische Depressions-skala, COPD Assessment Test, Glasgow Coma Scale, Barthelindex, Frührehabiltations-Barthelindex, Mini Mental State Test und flexible endoskopische Schluckuntersuchung zur Beurteilung des Dysphagierisikos bei Aufnahme und Entlassung untersucht. Zusammenfassend konnte eine Verbesserung der Patientenoutcomes mit n = 73 Entlassungen in die Häuslichkeit bei einer statistisch durchschnittlichen Behandlungsdauer von 25 Tagen beobachtet werden. Die erhobenen Assessments erweisen sich als zielführend. Gleichzeitig scheint in Bezug auf die aktuelle Studienlage die Erhebung weiterer Para-meter sinnvoll. Dazu gehören pulmonale Parameter (FVC%, DLCO, O2-Bedarf in Ruhe und bei Belastung) und additive und / oder kombinierte psychologische (Allgemeine Depressionsskala, Beck-Depressions-Inventar, DemTect, PAREMO) und physiologische (CHARMI, SF-36, FIM, EBI) Assessments. Der Nutzen des CAT bei Patienten ohne COPD sollte überprüft werden. Solange keine weiteren Bewusstseinsassessments vorliegen kann die GCS bei geringer Aussagekraft als Assessment der PFR erhoben werden. Die scheinbar geringere Bereitschaft Assessments wie z.B. MMST zu erheben sollte erörtert und optimiert werden. Für eine qualifizierte Aussage sollte auf die Etablierung eines definierten Zeitpunktes zur Erhebung der Assessments geachtet werden. Das Assessmentmapping sollte in weiterführenden Studien untersucht werden. Das Handeln im interdisziplinären Team und der frühestmögliche Aufenthalt in der pneumologischen Frührehabilitation, als wichtige Brücke zwischen der Akutbehandlung und einer Reintegration, haben nach der aktuellen Datenlage einen positiven Effekt. In Bezug auf das Assessmentmapping erscheinen die bereits erhobenen Assessments gut abgestimmt zu sein, sollten jedoch für ein verbessertes multidisziplinäres Therapiekonzept in einem multiprofessionellen Team um additive und kombinierte Assessments erweitert werden.

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