Eine objektive Methode zur Schätzung der Mindestsehschärfe unter Anwendung der Infrarotnystagmographie
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Die in der vorliegenden Arbeit untersuchte Methode stellt ein leicht anwendbares und an Computerarbeitsplätzen einsetzbares Verfahren zur objektiven Schätzung der Mindestsehschärfe dar. Die Methode beruht auf OHMs Idee der Suppression eines optokinetischen Nystagmus durch unbewegte Fixationsreize, die vor einem optokinetischen Reizmuster eingeblendet werden. Der optokinetische Nystagmus wird durch ein auf dem Computermonitor laufendes Streifenmuster ausgelöst. Zur Unterbrechung des Nystagmus dienen Fixationsreize, die zunächst punktförmig sind, nach und nach größer werden und später die Form von Optotypen haben, um so eine subjektive Sehprüfung vorzutäuschen. Die Augenbewegungen des Patientenwerden infrarotreflektrometrisch aufgezeichnet. Der kleinste ixationsreiz, der bei drei aufeinanderfolgenden Prüfungen den Nystagmus unterbricht, dient als objektiver Messwert. In einer Eichstudie an 387 Augen kooperativer Versuchspersonen mit einer Visusreduktion unterschiedlicher Ursache wurde der so erhaltene Messwert zu dem subjektiv korrekt angegebenen Visus in Beziehung gesetzt. Aus der Visusverteilung über den verschieden großen Fixationsreizen wurden Toleranzintervalle ermittelt, die eine Schätzung des zu erwartendenMindestvisus erlauben. Es fiel auf, dass die Methode an schielamblyopen Augen keine zuverlässige Aussage zum Visus erlaubt. An nicht amblyopen Augen ist die Schätzung des wahrscheinlich vorhandenen Mindestvisus in Schritten von 0,8 bis 0,025 möglich. Bei der bisherigen klinischen Anwendung hat sich die Methode als wertvolle Ergänzung des diagnostischen Arsenals kritischer Funktionsprüfungen erwiesen. Sie zeigte bei einer Spezifität von nahezu 100% Visus-Falschangaben mit einer Sensitivität von 74,5% an.Link to publications or other datasets
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Original publication in
Wettenberg : VVB Laufersweiler 2003
