Auswirkung zweier verschiedener Hormonbehandlungen im Frühpuerperium auf den weiteren Puerperalverlauf und die Fruchtbarkeit des Milchrindes

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Ziel der vorliegenden Studie war es zu überprüfen, ob sich die Applikation von Prostaglandin F2alpha und Gonadotropin-Releasing-Hormon an Kühe mit ungestörtem und gestörtem Puerperium bis zum 14. Tag p. p. auf den weiteren Puerperalverlauf und die Fruchtbarkeitsleistung auswirken.Die Untersuchung wurde an 305 Kühen mit ungestörtem (UP) und gestörtem Puerperium bis zum 14. Tag p. p. (GP) durchgeführt. Mit Prostaglandin F2alpha behandelte Kühe (UP 1: n = 65; GP 1: n = 41) erhielten 25 mg Dinoprost zwischen dem 11. und 14. Tag post partum. Die Tiere der Gonadotropin-Releasing-Hormon-Gruppe (UP 2: n = 47; GP 2: n = 50) erhielten im gleichen Zeitraum 50 µg Gonadorelin und sieben Tage später 25 mg Dinoprost. Der Kontrollgruppe (UP3: n = 48; GP3: n = 54) wurde 1 ml 0,9 %-iger Natriumchlorid-Lösung zwischen dem 11. und 14. Tag p. p. injiziert. Die Applikation erfolgte intramuskulär. Am Tag der Behandlung wurde die erste Untersuchung durchgeführt (PK 0). Im Zeitraum zwischen dem 25. und 31. Tag p. p. (PK1) wurden alle Kühe zum zweiten Mal untersucht. Die Puerperalkontrollen mit transrektaler Untersuchung in den Zeiträumen 39. bis 45. (PK 2) sowie 54. bis 59. Laktationstag (PK 3) wurde nur an Kühen durchgeführt, welche bei der letzten Untersuchung oder neu mit pathologischem Vaginalausfluss beobachtet wurden. Weiterhin wurde bei allen Kühen zur Beurteilung der Körperkondition die Rückenfettdicke circa 14 Tage vor der Kalbung, zwischen dem 11. und 14. Tag p. p. sowie zwischen dem 60. und 66. Lakationstag gemessen. Um die Milchleistung der Kühe festzustellen, wurde der Durchschnitt der Tagesmilchleistung aus den monatlich durchgeführten Milchleistungsprüfungen der ersten 100 Laktationstage ermittelt. Zur Ermittlung der Fruchtbarkeitsleistung wurden alle Daten der Besamungen dem Herdenprogramm des Betriebes entnommen. Die Beobachtung der Tiere und Dokumentation entsprechender Parameter erfolgte bis zum 200. Laktationstag.Es ergaben sich folgende relevante Ergebnisse:- Kühe der GP-Gruppe zeigten signifikant häufiger einen gestörten Puerperalverlauf zwischen dem 25. und 59. Tag p. p. als Kühe der UP-Gruppe.- Weder die Hormonbehandlung mit Dinoprost noch mit Gonadorelin führte zur signifikanten Verbesserung der Uterusinvolution oder zur signifikanten Verminderung von pathologischem Vaginalausfluss im Puerperium. Dies galt für die GP- und die UP-Gruppe. - Kühe der GP-Gruppe wiesen nach beiden Hormonbehandlungen bei Betrachtung der Parameter Uterusinvolution und pathologischer Vaginalausfluss signifikant häufiger einen gestörten Puerperalverlauf zwischen dem 25. und 31. Tag p. p.auf als Kontrolltiere. Ab dem 39. bis zum 59. Tag p. p. besteht kein signifikanter Unterschied mehr.- Die Fruchtbarkeitskennziffern wurden durch die Hormonbehandlung nicht beeinflusst. Die Güstzeit, die Trächtigkeitsrate bis zum 200. Laktationstag, der Erstbesamungserfolg sowie die Anzahl der Besamungen unterschieden sich nicht zwischen den Behandlungen, unabhängig davon, ob es sich um die UP-Gruppe oder GP-Gruppe handelte. - Die Wirkung der Hormonbehandlungen auf den Puerperalverlauf und die Reproduktionsleistung wurden weder von der Milchleistung im ersten Laktationsdrittel noch von der Körperkondition und deren Abnahme in der Frühlaktation beeinflusst.- Kühe mit guter Körperkondition kurz nach der Kalbung hatten signifikant seltener einen gestörten Puerperalverlauf zum Zeitpunkt der PK 2 und PK 3 als unterkonditionierte Kühe. Die Körperkondition vor der Kalbung stand weder in Zusammenhang mit dem Puerperalverlauf noch mit der Fruchtbarkeitsleistung.- Ein starker Konditionsabbau bis zum 60. Laktationstag bewirkte einen signifikant niedrigeren Erstbesamungserfolg.- Bei einer schlechten Körperkondition zwischen dem 60. und 66. Tag p. p. war die Trächtigkeitsrate bis zum 200. Laktationstag signifikant schlechter als bei guter Körperkondition. Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass sich bei Tieren mit klinisch ungestörtem und bei Tieren mit klinisch gestörtem Puerperium bis zum 14 Tag post partum durch die Gabe von Dinoprost oder einer Kombination von Gonadorelin und Dinoprost zwischen dem 11. und 14. Tag post partum kein positiver Effekt auf die Puerperalentwicklung und die Fruchtbarkeitsleistung beobachten lässt.

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