Radiologische Diagnostik der akuten Pankreatitis mittels Abdomen-CT im Vergleich zur Abdomen-MRT mit MRCP

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In der vorliegenden Studie wurden 23 Patienten mit akuter Pankreatitis ausgewertet, davon waren 16 Männer (69,6%) und 7 Frauen (30,4%). Das mittlere Alter betrug 50,6 Jahre. Die beiden häufigsten Ursachen der akuten Pankreatitis waren bei 10 Patienten (43,5%) eine biliäre und bei 7 Patienten (30,4%) eine nutritiv-toxische Genese, sonstige zu Grunde liegende Auslöser waren selten. Frauen hatten zumeist eine biliär verursachte akute Pankreatitis (85,7%), Männer dagegen häufiger eine nutritiv-toxisch verursachte Pankreatitis (37,5%). Alle nutritiv-toxisch bedingten akuten Pankreatitiden betrafen Patienten mit regelmäßigem Alkoholabusus. Die Patienten mit einer biliären Pankreatitis, deren Anteil am Gesamtkollektiv 43,5% betrug, wurden in 8 von 10 Fällen interventionell behandelt, die restlichen 56,5% der Patienten der Patienten mit nutritiv-toxischer, und sonstiger Genese dagegen ausschließlich konservativ. Die Ranson-Bewertung unserer Patienten betrug im Mittel 3,0 Punkte und war im Literaturvergleich, da es sich um ein gemischtes Kollektiv aus akut-ödematöser und nekrotisierender Pankreatitis handelte, relativ hoch. Sämtliche Patienten zeichneten sich durch erhöhte Lipase- und Amylase-Werte auf mindestens das 3-10fache des oberen Normbereiches aus. Es bestand keine Korrelation der Laborparameter zum Schweregrad der Erkrankung bzw. zum Ranson-Score. Dies wird in der Literatur so bestätigt. In der Diagnostik zeigte das Abdomen-CT den Parameter Pankreasvergrößerung etwas häufiger als das MRT an. Veränderungen des peripankreatischen Gewebes, freie Flüssigkeitsansammlungen, Choledocholithiasis, Cholezystolithiasis und Gallengangserweiterungen waren jedoch im MRT ggf. in Kombination mit MRCP öfters nachweisbar. Beide Verfahren zeigten aber eine sehr gute Übereinstimmung bezüglich ihrer diagnostischen Verwertbarkeit. Bei acht Patienten wurde eine ERCP durchgeführt. Alle acht Patienten wurden aber auch im MRT mit MRCP sicher als Cholezystolithiasis-Fälle diagnostiziert. Insgesamt lässt sich erkennen, dass die Kombination aus MRT und MRCP dem CT überlegen war. Weiterhin war der diagnostische Gewinn aus MRT und MRCP so hoch, dass eine diagnostische ERCP in keinem Fall notwendig war. Diese Studie demonstriert also, dass die MRT als Eingangsuntersuchung bei Patienten mit akuter Pankreatitis der CT-Untersuchung überlegen ist und diese ersetzen kann. Auf diese Weise können zum einen eine überflüssige Strahlenbelastung des Patienten und zum anderen aber auch durch die Möglichkeit der Durchführung einer MRCP unnötige ERCP-Untersuchungen vermieden werden und damit invasive Eingriffe eingespart werden.

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