Das humane Choriongonadotropin und sein Einfluss auf die mikrovaskulären Endothelzellen der humanen Plazenta in einem in vitro Modell

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Für den optimalen Schwangerschaftsverlauf bedarf es einer adäquaten Versorgungdes Embryos mit Nährstoffen und Sauerstoff über die Vaskulatur. Dies wird zumeinen durch Vasodilatation der maternalen Blutgefäße erreicht und zum anderenwerden im Rahmen der Angiogenese neue Gefäße gebildet. Eine Störung dieserProzesse steigert das Risiko von Frühaborten, intrauterinem Fruchttod oder erhöhtdie Gefahr fetaler Wachstumsretardierung oder auch Präeklampsie. Neben denubiquitär vorhandenen VEGF-A und bFGF wurde hCG als gewebespezifischerAngiogenesefaktor identifiziert.Zunächst wurden die humanen plazentaren mikrovaskulären Endothelzellen vontermingerechten Plazenten, die durch Sectio caesarea entwickelt worden waren,mittels enzymatischer und immunomagnetischer Separation (CD105 und CD31Mikrobeads) isoliert und aufgereinigt. Nach der dritten Aufreinigung konnten bis zu95 %ige Reinkulturen erhalten werden. Durch die Endothelzellmarker (CD31, CD141,CD144, VEGF-Rezeptor-2 und der von-Willebrand-Faktor) konnten die HPMVECeindeutig charakterisiert werden. Die Expression des LH/hCG-Rezeptors auf denHPMVEC konnte auf mRNA- Ebene gezeigt werden.Da hCG als angiogener Faktor bekannt ist, wurden die HPMVEC in einemProliferationsassay mit unterschiedlichen hCG-Konzentrationen inkubiert. Es konntegezeigt werden, dass hCG eine konzentrationsabhängige proliferative Wirkung aufdie Endothelzellen besitzt. Im Rahmen der Apoptose konnte kein signifikanterantiapoptotischer Effekt auf die behandelten HPMVEC herausgestellt werden. Erstdurch die Kombination mit VEGF konnte eine Protektion erzielt werden. Dasdreidimensionale in vitro System wurde für die Untersuchung der Rolle von hCG aufdie Bildung von Sprouts von Endothelzellen benutzt. Nach der Stimulation mitunterschiedlichen hCG-Konzentrationen konnte eine gesteigerte Sproutbildung beiden HPMVEC beobachtet werden.Zusammenfassend bieten die Methode zur Gewinnung von humanen plazentarenmikrovaskulären Endothelzellen und die Studien mit hCG ein in vitro Modell, welcheszum besseren Verständnis der Gefäßneubildung während der Schwangerschaftbeitragen soll.

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