Indirekte und direkte Verfahren zum Nachweis von Chlamydophila psittaci-Infektionen bei deutschen Pferden unterschiedlicher Herkunft und Nutzung
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Zusammenfassung
Im Rahmen einer Seroprävalenzstudie zur Verbreitung von Chlamydien-Infektionen inbestimmten Bereichen Deutschlands, wurde das Blutserum von 329 Pferden ausverschiedenen deutschen Bundesländern (Niedersachsen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg) mit dem ELISA auf das Vorkommen von Chlamydien-Antikörpernuntersucht. Chlamydien-Antikörper wurden bei 53 der 329 Pferde nachgewiesen(16,1%) und zwar bei Pferden aus allen Bundesländern, aus denen das Probenmaterialstammte.Bei der Untersuchung von Probenmaterial von 95 hessischen Pferden mittels ELISA unddem Capture-ELISA, ob sich spezifische Einflußgrößen auf den Nachweis einerChlamydien-Infektion auswirken, wurde kein signifikanter Zusammenhang zwischendem Nachweis und dem Geschlecht, Alter, Nutzung, Haltungsform und derBetriebsgröße nachgewiesen.Die in der serologischen Verlaufsuntersuchung zur Antikörpertiter-Persistenz bei neunVollblutdeckhengsten mit dem ELISA aufgezeigte kurze Persistenz von maximal einemMonat ist ein Hinweis für eine schwach ausgeprägte Immunreaktion bei subklinischenChlamydien-Infektionen beim Pferd.Bezüglich der Bedeutung einer venerischen Übertragung gelang der Chlamydien-Nachweis mit der PCR signifikant häufiger im Sperma von Natursprunghengsten (7,1%)als bei Besamungshengsten (0%). Das könnte darauf hinweisen, daß diese Hengsteeinem erhöhtem Infektionsrisiko ausgesetzt sind.Bei der Verlaufsuntersuchung mit direkten und indirekten Untersuchungsmethodengelang bei keiner der Nasen- und Zervixtupferproben die Anzüchtung von Chlamydien inembryonierten Hühnereiern oder mit der BGM-Zellkultur. Die Anzucht mit Material vonNasen- und Zervixtupferproben ist daher wahrscheinlich nicht zum Nachweis vonsubklinischen Infektionen bei Pferden in der Routinediagnostik geeignet. Weiterhinwurde belegt, daß lokale Infektionen selten mit einer nachweisbaren Antikörperbildungeinhergehen.Im Rahmen der Verlaufsuntersuchung mit indirekten und direktenUntersuchungsverfahren fiel insbesondere der Capture-ELISA bei der Untersuchung derNasentupferproben durch viele vermutlich falsch-positive und falsch-negativeErgebnisse im Vergleich zur PCR auf. Die falsch-positiven Ergebnisse des Capture-ELISA lassen sich wahrscheinlich durch Kreuzreaktionen mit anderen Bakterienerklären. Die falsch-negativen Ergebnisse des Capture-ELISA durch die deutlich höhereNachweisgrenze des Capture-ELISA (4000 Partikel) im Vergleich zu der PCR (bis eineEinschluß-Bildende-Einheit).Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
