Die Mikro-Computertomographie zur Evaluierung des fetoplazentaren Gefäßsystems bei Diabetes mellitus und intrauteriner Wachstumsretardierung
Lade...
Datum
Autor:innen
Betreuer/Gutachter
Weitere Beteiligte
Beteiligte Institutionen
Herausgeber
Zeitschriftentitel
ISSN der Zeitschrift
Bandtitel
Verlag
Lizenz
Zitierlink
Zusammenfassung
Das derzeitige Verständnis der mikrovaskulären Gefäßarchitektur und Morphometrie der Plazenta beruht auf verschiedenen zeitintensiven morphometrischen Analysen. Dazu zählen die konventionelle Histologie, die Elektronenmikroskopie von Ausgusspräparaten und die dreidimensionale Rekonstruktion von Gewebeschnitten. Mit Hilfe dieser Methoden wurden bereits Unterschiede in der Gefäßstruktur zwischen Plazenten bei unkomplizierten termingerechten Schwangerschaften, Diabetikerplazenten bei makrosomen Kindern und Plazenten bei wachstumsretardierten Neugeborenen untersucht. In der vorliegenden Studie demonstrieren wir diese Unterschiede mit der Mikro-CT als einer neuen, zerstörungsfreien und schnellen Methode zur Bildgebung und zur quantitativen Analyse fetoplazentarer Gefäße und können vorliegende Werte bestätigen. Plazenten der unterschiedlichen Gruppen wurden nach vorher festgelegten Kriterien ausgewählt, vorbereitet und die fetoplazentaren Gefäße mit Röntgenkontrastmittel perfundiert. Die entnommenen Proben wurden im Mikro-CT gescannt und mit Hilfe eines Analyseprogramms die Gefäßvolumenanteile einmal für die gesamte Probe und für drei unterschiedliche Ebenen innerhalb einer Probe berechnet. Im Anschluss wurden die Proben in Paraffin gebettet, geschnitten und gefärbt, um zu zeigen, dass histologische Untersuchungen auch nach Bearbeitung im Mikro-CT noch möglich sind. Von diesen Ergebnissen wurden unterschiedliche Abbildungen hergestellt, die bereits Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen erkennen ließen. In der statistischen Analyse stellten sich für alle drei Gruppen signifikante Unterschiede in den Gefäßvolumenanteilen heraus, welche innerhalb der verschiedenen Ebenen noch genauer untersucht wurden. Nur in der obersten Ebene auf Höhe der Chorionplattenarterien gab es zwischen der Kontrollgruppe und den Diabetikerplazenten keine signifikanten Unterschiede, alle anderen Ebenen waren signifikant unterschiedlich. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Diabetiker- und IUWR-Plazenten im Vergleich zu Plazenten von unkomplizierten Schwangerschaften, besonders im Bereich der Endzotten eine deutliche Mangelentwicklung der Gefäßstrukturen aufweisen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Placenta. 29. 2008, 11, 937-41- Epub 2008 Oct 11
