Radiographic studies on the carpal joints in some small animals

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Das Ziel der vorliegenden Studie ist die Darstellung der normalen Anatomieund Röntgenanatomie der Karpalgelenke bei Hunden und Katzen sowie dieRolle der Radiologie als Diagnostikum bei Karpalgelenk Erkrankungen.Zusätzlich werden chirurgischen Verfahren beschrieben, die zur Therapie derverschiedenen Erkrankungen eingesetzt wurden.Die anatomischen Untersuchungen der vorliegenden Studie wurden anKarpalgelenken von 20 Hunden und 6 Katzen durchgeführt. DieKarpalgelenke wurden präpariert und die Bänder identifiziert und fotografiert.Dann erfolgte die Mazeration der Proben und die Entfernung desWeichteilgewebes. Die knöchernen Bestandteile der Gelenke wurden für dieBeschreibung und Vermessung der Durchmesser der einzelnenKarpalgelenksknochen in dorsopalmarer, mediolateraler und proximodistalerAusrichtung gesammelt (siehe Tabelle 6, 7, 8, 9 und Säulengrafik 1, 2, 3, 4).Die Röntgenaufnahmen des Karpus wurden unter Vollnarkose angefertigt.Standardaufnahmen in dorsopalmarem und mediolateralem Strahlengangergänzt durch mediolateral gebeugte Aufnahmen dienten als Basis für dieBeschreibung der normalen Röntgenanatomie des Karpalgelenkes.Zur Untersuchung der Karpalgelenke von 50 Hunden und 11 Katzen mitorthopädisch veränderten Gelenken wurden zusätzliche Aufnahmen in schrägerProjektion (dorsomedial palmarolateral oblique und dorsolateralenpalmaromedial oblique), überstreckt mediolateral und dorsopalmar mit medialerund lateraler Belastung der betroffenen Handwurzel verwendet. DieHandwurzelknochen bei Hunden und Katzen erscheinen in dorsopalmarerProjektion sowie proximalen, distalen, medialen und lateralen Aufnahmen alsviereckige bis rechteckige Körper mit Ausnahme des Os accessorium, das einelängliche Form hat. Die intermedioradialen und ulnaren Handwurzelknochenüberlagern sich mit dem distalen Ende des Radius und der Ulna, sowie auchuntereinandere und mit dem proximalen Rand der ersten, zweiten, dritten undvierten Handwurzelknochen. Auch die distale Reihe der Handwurzelknochenüberlagert sich mit dem distalen Teil der Knochen der proximalen Reihe, undauch untereinander sowie mit dem proximalen Ende des Metakarpalknochen.61 Karpalgelenke von 50 Hunden und 11 Katzen mit orthopädischenErkrankungen sind in der vorliegenden Studie untersucht worden. Es sind 26(43%) Karpalgelenke mit Osteoarthritis diagnostiziert worden(zweiundzwanzig Hunde und vier Katzen). Vier Fälle hatten eine Ankylose(ein Hund und drei Katzen); bei dreizehn Fällen (21%) lag eine Subluxationvor (fünf Hunde und zwei Katzen hatten antebrachiokarpale Subluxationen),(fünf Hunde hatten karpometakarpale Subluxationen und ein Hund zeigteeine Subluxation des interkarpalen Gelenks). Zwei Katzen (3%) und ein Hund(2%) zeigten Luxationen des Antebrachiokarpalgelenks und zehn Hunde(16%) hatten ein Hyperextensions syndrome. Fünf Hunde (8%) wiesenFrakturen der Handwurzelknochen auf (drei Os intermedioradiale, ein Oscarpi ulnarae und ein Os carpi tertium).Instabilitäten des Vorderfusswurzelgelenkes (Subluxation und Karpal-Hyperextension) und kleine Abrissfrakturen der Handwurzelknochen könnenleicht durch dorsopalmare Aufnahmen mit medialen und lateralen gehaltenenAufnahmen der betroffenen Gelenke diagnostiziert werden. Arthrosen stellendie häufigste Erkrankung des Karpalgelenks in der vorliegenden Studie dar,sie betrifft etwa 43% der untersuchten Patienten. Radiologische Merkmale derArthrose des Karpalgelenkes bei Hunden und Katzen sindWeichteilschwellung, Osteophytenformationen in den Handwurzelknochenund der Verlust der Gelenkspalten der antebrachiokarpal, interkarpalen undKarpometakarpalgelenke. In der vorliegenden Studie hatten elf Hunde (18%)und zwei Katzen (3%) mit Arthrose osteophytäre Ablagerungen amintermedioradialen Handwurzelknochen. Neun Hunde (15%) und zwei Katzen(3%) zeigten neben der Arthrose Osteophytenformationen auf dem Osaccessorium. Zwei Hunde (3%) wiesen Arthrosen mit mehrerenOsteophytenformationen am distalen Radius sowie am Os carpiintermedioradiale, ulnare, accessorium und den ersten bis viertenHandwurzelknochen auf.Eine Überstreckung des Handgelenkes hatte eine Abweichung von dernormalen Position der Handwurzelknochen zur Folge das betraf zehn Hunde(16%) in der vorliegenden Studie. Es führte zu einer Erweiterung desGelenkspaltes der interkarpalen Knochen und einer Schwellung der Weichteileum die Karpalgelenke. Mediolateral überstreckte und mediolateral gebeugteAufnahmen zeigten deutlich diese abnorme Laxizität des Handgelenke.Luxation, Subluxation, Hyperextension, Fraktur der Handwurzelknochen undArthrose an den Karpalgelenke von sechzehn Hunden und vier Katzen wurdenmit einer Pankarpal-Arthrodese versorgt. Bei einem Hund mit einer medialenSubluxation des Karpometakarpalgelenks und medialproximaler Luxation deszweiten Metakarpus wurde die Karpal-Arthrodese mit einer T-Plattedurchgeführt. Postoperative Röntgenkontrollen operierter Karpalgelenke lagenbei siebzehn Hunden und vier Katzen vor. Anhand dieser wurde dasFortschreiten des Heilungsprozesses kontrolliert. Die Röntgenaufnahmenwurden in dorsopalmarem und mediolateralem Strahlengang direkt nach derOperation angefertigt, um sicherzustellen, dass die Ausrichtung undPositionierung der Platten und Schrauben am Knochen korrekt sind.Zusätzlich wurden nach vier, acht, zwölf, sechzehn und zwanzig WochenKontrollaufnahmen erstellt. Eine Katze zeigte eine leichte Atrophie desdistalen Anteils des Radius 5 Monate nach der Operation. Diese geringgradigeAtrophie war auf Druck der Platte auf den Knochen zurückzuführen. Bei zweiHunden hatten sich Osteophyten am distalen Radius nahe dem proximalenPunkt der PCA-Platte nach Pankarpal-Arthrodese gebildet. Bei einemweiteren Hund zeigte sich zweieinhalb Monaten nach der Pankarpal-Arthrodese zur Behandlung einer Karpalgelenks- Hyperextension eine Frakturdes dritten Handwurzelknochens. Bei anderen Hunden erschienenOsteophyten dreieinhalb Monate nach pankarpaler Arthrodese. Bei einemHund, der mit einer T-Platte zur Behandlung einer medialen Subluxation desKarpometakarpalgelenks therapiert wurde, traten nach vier MonatenOsteophyten auf. Diese sind auf die Irritation der Karpalknochen und desdistalen Endes des Radius durch die Platte zurückzuführen.Im Röntgenbild der anderen siebzehn Karpalgelenke (vierzehn Hunde unddrei Katzen) waren bis sechs Monate nach pankarpaler Arthrodese keineAuffälligkeiten zu erkennen. Die Implantate lagen in korrekter Position unddie Gelenkspalten der operierten Karpalgelenke waren radiologisch nichtmehr sichtbar.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2010

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