Entwicklungschancen frühgeborener Kinder mit sehr niedrigem Geburtsgewicht : Eine vergleichende unizentrische Beobachtungs - Kohortenstudie an vier- bis sechsjährigen Kindern

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Diese Studie untersucht, ob und wie weit bei sehr kleinen Frühgeborenen die einzelnen Teilbereiche der Entwicklung gestört sind. Dazu wurden 64 Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1500g mit einer Kontrollgruppe von 61 Frühgeborenen mit einemGeburtsgewicht größer 1500g bis 2500g verglichen. Zusätzlich wurden aus der Gruppe der kleinen Frühgeborenen dystrophe und eutrophe Kinder hinsichtlich ihrer Entwicklung verglichen. Untersucht wurden Teilbereiche wie neurologische Entwicklung, kognitive Fähigkeiten, Sprache, Wahrnehmung und Wachstum. Dabeiwurde die von Esser vorgeschlagene Testbatterie zur Früherkennung von Teilleistungsstörungen in dieser Altersgruppe eingesetzt. Ergänztwurde diese durch die neurologische Untersuchung nach Touwen, die Überprüfung des Hör- und Sehvermögens sowie der Erhebung derauxiologischen Daten. Die Kinder waren zum Zeitpunkt der Untersuchung vier bis sechs Jahre alt. Die Studie wurde erstellt an der DRK Kinderklinik Siegen, einerKinderklinik mit 186 Betten und einem angeschlossenen Sozialpädiatrischen Zentrum. Dabei stellte sich die neurologische Entwicklung mit Motorik und Visuomotorik als derjenige Entwicklungsbereich dar, der beiFrühgeborenen besonders störanfällig ist und eine deutliche Korrelation zum Geburtsgewicht zeigt. Dagegen konnte bei der Überprüfungder Intelligenz keine Abhängigkeit vom Geburtsgewicht nachgewiesen werden. Ein Einfluß durch den Sozialstatus ist hier ebenfalls nichterkennbar. Bei der sprachlichen Entwicklung wird dagegen ein Einfluß des sozialen Umfeldes deutlich. Die Ergebnisse für Konzentrationund Gedächtnis sind nicht einheitlich. Insgesamt bestätigt die vorliegende Studie die Hypothese, daß es bei frühgeborenen Kindern häufig zu motorischen Störungen undleichteren neurologischen Auffälligkeiten kommt. Für die zusätzliche Auswertung nach dystrophen und eutrophen Kindern standen nur in der Gruppe der sehr kleinen Frühgeborenen mithohem Sozialstatus eine ausreichende Anzahl von Fällen zur Verfügung. Nach dem Ergebnis dieser Studie ist in dieser Gruppe diefrühkindliche Entwicklung dystropher Frühgeborener gegenüber normotrophen Frühgeborenen nicht beeinträchtigt. Generell läßt sich festhalten, daß bei sehr unreif geborenen Kindern besonders die neuromotorische Entwicklung beobachtet werden muß.Bei Kindern mit ungünstigem sozialen Umfeld ist zusätzlich die kognitive und sprachliche Entwicklung zu fördern.

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