Inflammatorisches Verhalten von Typ-II Zellen unter mechanischer Belastung (Zell Stretch in vitro)

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In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob alveoläre Typ-II Zellen unter mechanischem Stress (z.B. unter künstlicher Beatmung) in der Intensivmedizin auf bakterielle Stimulantien (z.B. LPS) sensibler reagieren und damit vermehrt inflammatorische Cytokine freisetzen, die wiederum das Auftreten von ARDS und MSOF (Multiple System Organ Failure) begünstigen. Zu diesem Zweck wurden Typ-II Zellen aus Rattenlungen isoliert (und L2 Zellen) und der Einfluss mechanischer Dehnung auf das proinflammatorische Verhalten untersucht. Um die Zellen mechanisch zu dehnen, wurde das Zell-Stretch Gerät 'FX-3000 Flexercell Strain Unit' in das Labor eingeführt. Dieses Gerät ist in der Lage, Zellen computergesteuert unter mechanischen Stress zu setzen, indem es die Zellen equibiaxial dehnt. Damit konnte man die künstliche Beatmung in der Intensivmedizin nachahmen. Die durchgeführten Versuche ergaben folgende Ergebnisse:Die nach den Versuchen durchgeführte LDH-Messung an den beiden Zellarten zeigte, dass die Stretchintensität, die wir ausgewählt hatten, nicht zu einer höheren Zellschädigung führt als nicht gestretchte Zellen. Stretch d.h. mechanischer Stress, führt bei Typ-II Zellen und L2-Zellen zu einer Erhöhung der Chemokinfreisetzung nach 24 Stunden und zwar von MCP-1 und MIP-2. Bei Inkubationen mit LPS haben die gestretchten Typ-II Zellen und L2-Zellen im Vergleich zu den nicht gestretchten Zellen eine höhere Cytokinausschüttung aufgewiesen. Die aus Ratten isolierten Typ-II Zellen und die L2-Zellen aus einer Tumorzelllinie ergaben ähnliche Ergebnisse. Die vorliegende Arbeit verdeutlicht die wichtige Bedeutung von mechanischer Belastung der Zellen. In der Intensivmedizin ist nämlich die mechanische Beatmung heutzutage eine unersetzliche Thearapiemaßnahme bei Ateminsuffizienzen. Das Verständnis darüber, wie und wo diese physikalischen Kräfte in den Zellen wirken, würde uns helfen, Behandlungsmethoden zu entwickeln. Dadurch würde man physikalisch bedingte Schädigungen der Lunge vorbeugen bzw. therapieren. Heute weiß man, dass die mechanische Dehnung in verschiedene Bereiche der Zellen eingreift. Es bedarf noch der intensiven Forschung, um diese Puzzleteile in eine Einheit zusammenzulegen.

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