Untersuchung von Monozytensubpopulationen in Bezug auf myokardialer Schädigung

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https://doi.org/10.22029/jlupub-20992

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Diese Dissertation untersucht den Zusammenhang zwischen Monozytensubpopulationen und verschiedenen Subtypen des Myokardinfarkts (MI) sowie deren Beziehung zur Größe des Myokardschadens bei PatientInnen mit Akutem Koronarsyndrom (ACS) und Chronischem Koronarsyndrom (CCS). Die Studie verwendet Daten aus zwei unabhängigen Kohorten und statistische Methoden wie Korrelation, Gruppenvergleiche, Fischers exakter Test, Student's t-Test, Mann-Whitney U-Test und multivariate Regression. Bei PatientInnen mit Verdacht auf ACS in der ersten Kohorte wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den MI-Typen 1 und 2 hinsichtlich der Monozytensubpopulationen festgestellt. Ein mittlerer positiver Zusammenhang wurde jedoch zwischen klassischen (r=0,44; p<0,0001) und intermediären (r=0,37; p=0,0008) Monozyten und hs-TnI beobachtet. Interessanterweise gab es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen nicht-klassischen Monozyten und hs-TnI (r=-0,098; p=0,39). Diese Beobachtungen waren unabhängig von der endgültigen MI-Diagnose. Bei der Aufteilung der PatientInnen in zwei Gruppen nach hs-TnI-Werten, ,,Substantial`` und ,,Minor``, wurde festgestellt, dass die absolute Monozytenanzahl bei den klassischen und intermediären Monozyten in der ,,Substantial``-Gruppe größer war als in der ,,Minor``-Gruppe (p = 0,059 und p = 0,045). Die Befunde legen nahe, dass ein ausgeprägterer Myokardschaden mit einer höheren Monozytenzahl einhergeht. Die zweite Kohorte beinhaltete PatientInnen mit CCS. Nach der Gruppeneinteilung der CCS-PatientInnen ähnlich zur ersten Kohorte (basierend auf ss-TnI-Werten) wurde festgestellt, dass PatientInnen in der ,,Substantial``-Gruppe älter und überwiegend männlich waren, zudem hatten sie eine höhere Prävalenz von Diabetes Mellitus, koronarer Herzkrankheit und schlechterer Nierenfunktion. Es wurde festgestellt, dass ein 1\%-iger Anstieg des ss-TnI zu einem 0,062\%-igen Anstieg der klassischen Monozyten führt, was auf einem 1\%-Signifikanzniveau signifikant ist (p=0,01). Insgesamt zeigten die Ergebnisse, dass die Veränderung der Monozytensubpopulationen nach einem Myokardinfarkt eher mit dem Ausmaß des Myokardschadens als mit der spezifischen Art des Infarkts korreliert. Es wurde gezeigt, dass diese Assoziation sowohl für PatientInnen mit ACS als auch für PatientInnen mit CCS gilt. Die aktuellen Forschungsergebnisse unterstreichen das Potenzial der intermediären Monozyten als Biomarker für zukünftige kardiovaskuläre Ereignisse und könnten neue Ziele für therapeutische Strategien bieten. Frühzeitige antiinflammatorische medikamentöse Interventionen, wie die Verabreichung von niedrig dosiertem Colchicin innerhalb der ersten drei Tage nach einem Herzinfarkt, können das Risiko von Folgeereignissen erheblich reduzieren. Weitere Forschungen sind jedoch erforderlich, um die Funktion der Monozytensubpopulationen weiter zu verstehen und um festzustellen, ob sie zur routinemäßigen Vorhersage von kardiovaskulären Risiken eingesetzt werden können. Diese Erkenntnisse könnten dazu beitragen, die Diagnose und Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen zu verbessern und neue therapeutische Ansätze zu identifizieren.

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