Endoskopische Stentimplantation zur Behandlung der malignen kolorektalen Obstruktion

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Das kolorektale Karzinom gehört zu den drei häufigsten bösartigen Neubildungen. Bedingt das Malignom eine Obstruktion stellt dies einen Notfall dar der einer sofortigen Therapie bedarf. Die Operation ist hierbei das einzige akutinterventionelle Verfahren, das bezüglich des Malignoms einen kurativen Ansatz bietet. Der Notfalleingriff besitzt jedoch, verglichen mit dem elektiven Vorgehen, eine deutlich erhöhte Morbidität und Mortalität. Ist zudem der Tumor nicht resektabel, wird zur Wiederherstellung der Stuhlpassage häufig die Anlage eines Anus praeter notwendig. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Effektivität der endoskopischen Stentimplantation zu untersuchen. Betrachtet wurden neben dem technischen Erfolg die Wiederherstellung der Stuhlpassage, womit eine elektive, einzeitige Operation ermöglicht werden sollte. Bei Patienten die aufgrund eines ausgedehnten Lokalbefundes oder bestehender Fernmetastasierung inkurabel waren, erfolgte die Stentimplantation als palliative Maßnahme. Die vorliegende Arbeit stellt mit 46 Patienten die aktuell größte monozentrische Studie mit endoskopisch/radiologischer Stentimplantation dar. Bei 93,3 % der Patienten ließ sich die Stuhlpassage wiederherstellen. Alle fünf Patienten die in kurativer Absicht mit einem Stent versorgt wurden, konnten einer elektiven, einzeitigen Operation zugeführt werden. In der Palliativsituation wurde durch die Stentimplantation in 90% der Fälle die Anlage eines Anus praeter vermieden. Im Verlauf auftretende, tumorbedingte Komplikationen waren mit nicht-operativen Verfahren wie Nd: YAG-Laser, Ballondilatation oder Anlage eines zweiten Stent mehrheitlich zu beherrschen. Die hier vorgestellten Ergebnisse erweisen die Stentimplantation als ein sicheres Verfahren mit hoher Erfolgsrate. Sie kann zur Dekompression bei der Primärdiagnostik des akuten kolorektalen Karzinoms ebenso wie zur Palliativversorgung empfohlen werden. Das Verfahren wird in sofern eingeschränkt, als es nur durch erfahrene Endoskopiker anwendbar ist. Prospektive Studien im Vergleich zum operativen Vorgehen sind wünschenswert, aufgrund der höheren Patientenakzeptanz nicht-operativer Maßnahmen jedoch nur schwer realisierbar.

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