Individuelle Vorhersage des Chemotherapieansprechens mittels in-vitro Chemosensibilitätstestung bei Patienten mit Chronischer Lymphatischer Leukämie
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Zusammenfassung
Hämatopoetische Neoplasien gehören sowohl beim Hund als auch beim Menschen zu den häufigsten Tumorerkrankungen. Bei der Therapie dieser Erkrankungen hat die zytostatische Chemotherapie nach wie vor die größte Bedeutung. Allerdings zeigt sich das Problem, dass selbst bei identischer Diagnose das Ansprechen auf eine Chemotherapie sehr unterschiedlich ausfallen kann. Die Ursache dafür liegt bei einem individuellen Resistenzverhalten eines jeden Patienten. Aus diesem Grund wurde die in-vitro Chemosensibilitätstestung entwickelt, um für jeden Patienten ein eigenes Chemosensibilitätsprofil erstellen zu können. Dadurch ist eine individuell abgestimmte Therapie möglich und unwirksame Behandlungen mit samt ih-ren Nebenwirkungen, Aufwand und Kosten können vermieden werden. Innerhalb der Ent-wicklungsgeschichte der in-vitro Chemosensibilitätstests hat sich gezeigt, dass der Differen-tial Staining Cytotoxicity (DiSC) Assay mit Gebrauch der Auswertungsmethode Chemosensibilitätsindex Ci bei Patienten mit akuten Leukämien die Methode der Wahl ist, um das Thera-pieansprechen vorherzusagen. Im Rahmen dieser Arbeit sollte erstmals geklärt werden, ob dieses Testverfahren auch bei Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphomen anwendbar ist. Dazu wurde Blut von Humanpatienten mit chronischer lymphatischer Leukämie vom B-Zell Typ (B-CLL) untersucht. Bei insgesamt 53 Patienten konnte eine klinische Korrelation zwischen in-vitro Vorhersage und dem Ansprechen der Therapie mit den Zytostatika Fludarabin bzw. Bendamustin durchgeführt werden. 41 der Patienten (77 %) wurden erfolgreich therapiert, bei zwölf der Patien-ten (23 %) hingegen versagte die Therapie. Mittels Chemosensibilitätsindex Ci wurde für alle beprobten Patienten das klinische Therapieansprechen richtig vorhergesagt. Sowohl Sensitivität, Spezifität, als auch die Vorhersagegenauigkeit lagen somit beim untersuchten Kollektiv bei 100 %. Der Zusammenhang zwischen der gewählten Vorhersagemethode und dem klinischen Ansprechen war höchst signifikant (p < 0,001). Diese signifikante Korrelation der in-vitro und in-vivo Daten eröffnet die Möglichkeit zukünftig nach dem Ergebnis der in-vitro Testung die Auswahl der jeweils wirksamsten Therapie zu stratifizieren. Zusätzlich konnte dargestellt werden, dass die Ci-Methode im Vergleich mit untersuchten Blutparametern die stärkste prognostische Wertigkeit hat bezüglich der Vorhersage des klinischen Ansprechens (p < 0,001). Dies bestärkt, dass der Chemosensibilitätsindex Ci auch bei lymphatischen Leukämien die Methode zur Wahl zur Vorhersage des Therapieerfolges ist.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler 2007
