Skelettofaziale Morphologie attraktiver und nicht attraktiver Gesichter : Eine röntgenkephalometrische Analyse

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Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, röntgenkephalometrisch mit Hilfe von Fernröntgenseitenbilder des Kopfes (FRS) die skelettofaziale Morphologie attraktiver und nicht attraktiver Probanden zu vergleichen und dabei folgende Frage zu beantworten: Spiegelt sich Schönheit eines Gesichtes in frontaler Ansicht in der skelettofazialen Morphologie in lateraler Ansicht wieder? Das Probandengut stammt aus der Doktorarbeit von Frau Dr. Anja Heiß31. 30 attraktive (25 weibliche, 5 männliche) und 32 nicht attraktive (11 weibliche, 21 männliche) Probanden wurden anhand von En-face-Fotos begutachtet. Zur Beurteilung der skelettofazialen Morphologie wurden FRS zum Zeitpunkt der Gesichtsfotos ausgewertet. Die FRS wurden bezüglich sagittaler und vertikaler Kieferrelation, Gesichtshöhe, Profilkonvexität und Lippenposition analysiert. Der Zusammenhang zwischen den einzelnen skelettofazialen Variablen und den Gesichtsproportionen der attraktiven und nicht attraktiven Probanden wurde mit Hilfe eines Gesichtsdisproportionsindexes31 in der vertikalen und transversalen Ebene überprüft. Die Untersuchung lieferte folgende Ergebnisse: Bei dem Vergleich der attraktiven weiblichen mit den nicht attraktiven weiblichen Probanden wiesen die attraktiven weiblichen Probanden ein konvexeres Hartgewebeprofil auf. Der ANB-Winkel und der Wits-Wert waren bei den attraktiven weiblichen Probanden größer (p<0,05 bzw. p<0,001) und die Gesichtsprofilwinkel kleiner (p<0,01). Der Abstand der Ober- und Unterlippe zur Esthetic Line war bei den attraktiven weiblichen Probanden kleiner (p<0,01) als bei den nicht attraktiven / weiblichen Probanden. Beim Vergleich der nicht attraktiven weiblichen mit den nicht attraktiven männlichen Probanden wiesen die männlichen Probanden ein konvexeres Profil auf. Die Gesichtsprofilwinkel (Weichgewebeprofil mit und ohne Nase) waren bei den männlichen Probanden kleiner (p<0,01) und der Wits-Wert größer (p<0,01). Weiterhin war der Abstand der Oberlippe zur Esthetic Line bei den nicht attraktiven weiblichen Probanden größer (p<0,01) als bei den nicht attraktiven männlichen Probanden. Es konnte kein Zusammenhang zwischen den einzelnen Variablen und dem transversalen bzw. vertikalen Gesichtsdisproportionsindex ermittelt werden. Schlussfolgernd konnte festgestellt werden, dass die Schönheit eines Gesichtes in frontaler Ansicht sich nur zum kleinen Teil in einer bestimmten skelettofazialen Morphologie in lateraler Ansicht wiederspiegelt.

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