Behandlungsergebnisse von Larynxkarzinomen : eine retrospektive Single-Center-Analyse

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ZielsetzungDie vorliegende Dissertation untersucht retrospektiv die Behandlungsergebnisse von Patienten mit primär diagnostizierten Larynxkarzinomen, die im Zeitraum vom 01.01.2000 bis 31.12.2012 in der Hals-Nasen-Ohrenklinik des Klinikums Kassel behandelt wurden.Material und MethodenEs wurden die Krankenakten von 446 Larynxkarzinompatienten hinsichtlich TNM-Klassifikation, UICC-Stadium, Therapiemodalität, Auftreten von Rezidiven, lokoregionären oder Fernmetastasen sowie Überlebenszeit ausgewertet und statistisch hinsichtlich der 5 Jahres-Gesamtüberlebenswahrscheinlichkeit nach Kaplan-Meier sowie der rezidiv-, metastasen- und zweitkarzinomfreien Überlebensrate untersucht. ErgebnisseEs wurden 446 Patienten mit einem primär diagnostizietem Larynxkarzinom behandelt. Mit 72% wurde am häufigsten das glottische Larynxkarzinom diagnostiziert, gefolgt vom Supraglottischen mit 25%. Mehr als die Hälfte dieser Tumore befanden sich in einem frühen UICC Stadium I-II (n=247), 25% waren bereits im UICC-Stadium IV. 54% der Patienten wurden primär operiert, weitere 27% erhielten nach der OP eine adjuvante Radiatio oder Radiochemotherapie. In wenigen Fällen kamen eine alleinige Radiatio (n=20), Radiochemo- (n=13) oder Induktionschemotherapie (DeLOS I/II; n=27) zum Einsatz.Die 5-Jahres-Gesamtüberlebensrate (5-JÜLR) nach Kaplan-Meier betrug für alle Patienten 68%. Für glottische Larynxkarzinome lag die 5-JÜLR sogar bei 73%, für supraglottische Tumore bei 58%. Hinsichtlich der UICC-Stadien ergaben sich folgende 5-JÜLR: UICC I 84%, UICC II 72%, UICC III 64% und UICC IV 44%. Die rezidiv-, metastasen und zweitkarzinomfreie 5-JÜLR aller Larynxkarzinompatienten lag bei 83,1%, 90,9% und 82,4%.DiskussionSowohl die Patienten- und Tumorcharakteristika, als auch die Behandlungsergebnisse der Larynxkarzinompatienten des Klinikums Kassel entsprechen weitgehend den in der Literatur angegeben Werten. Im Klinikum Kassel ist die laserchirurgische mikrolaryngoskopische Entfernung des Tumors, wann immer möglich, erstes Mittel der Wahl. Glottische Larynxkarzinome zeigen eine bessere Prognose als supraglottische Tumore. Je früher das Stadium ist, in dem die Diagnose erfolgt, desto besser ist die Prognose, weshalb Früherkennung und Aufklärung entscheidend sein können.

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