In der vorliegenden Studie erfolgt unter Nutzung der Flüssigkeitschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (LCMS)-Analytik eine qualitative und quantitative Bestimmung von Xanthophyllen in nativem, pasteurisiertem und gefrier- bzw. sprühgetrocknetem Eigelb zweier Eier-Chargen eines Eiproduzenten. Die Eigelbpulver jeder Charge werden im Dunklen bei -18 °C und +20 °C für bis zu 6 Monate gelagert.Die Xanthophylle werden mittels einer zu validierenden Extraktionsmethode aus der Eigelb-Matrix gewonnen, die Analyse der Farbstoffe erfolgt mittels Hochleistungs-flüssigkeitschromatographie (HPLC) unter Verwendung einer C30-Säule und unter Kopplung an einen Photodiodenarray- und Massendetektor.Als quantitativ dominierende Xanthophylle stellen sich all-E-Canthaxanthin, all-E-Lutein, all-E-Zeaxanthin, 9-Z-Canthaxanthin und beta-Apo-8´-Carotinsäureethylester heraus. Die Pasteurisation von Eigelb führt mit den gewählten Pasteurisationsparametern zu keinen signifikanten Veränderungen der Xanthophyllgehalte. Im Gegensatz dazu verursacht das Trocknen von Eigelb auf Trockenmassegehalte von 98 % bis 99 % signifikant erhöhte Xanthophyllgehalte, was vermutlich auf eine Denaturierung der Bindungsproteine und eine Destabilisierung der Zellmatrix zurückgeführt werden kann.Während der 6-monatigen Lagerung nehmen die Gehalte der meisten Xanthophylle im Eigelbpulver signifikant ab. Die synthetischen Xanthophylle Canthaxanthin und beta-Apo-8´-Carotinsäureethylester zeigen dabei eine deutlich höhere Retentionsrate als die natürlichen Xanthophylle Lutein und Zeaxanthin. Die größten Verluste sind allgemein während der ersten 8 Wochen der Lagerung zu verzeichnen. Des Weiteren zeigen statistische Untersuchungen (einseitige Varianzanalysen, ANOVA), dass sich nach 26 Wochen die Xanthophyllgehalte von bei -18 °C und +20 °C im Dunklen gelagertem Eigelbpulver tendenziell nur unwesentlich voneinander unterscheiden.
Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen