Biologische Verträglichkeit von Implantatmaterialien für Netzhautzellen in vitro

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Patienten mit einer progressiven Degeneration der Photorezeptorzellen der Netzhaut leiden an fortschreitender Erblindung. Mit der Implantation einer'Sehprothese' in den subretinalen Spalt soll diesen Patienten zu einem brauchbaren Sehvermögen verholfen werden. Im Rahmen des Verbundprojektes'Subretinale Netzhautimplantate' werden Mikrophotodioden entwickelt und hergestellt, die Licht in einen elektrischen Impuls umwandeln und über Elektrodenan Nervenzellen weiterleiten können. Diese Impulsübermittlung ist abhängig von der unmittelbaren Anbindung der Nervenzellen an die Elektroden. Ziel der vorgelegten Arbeit war 1.) die Evaluierung der Zelladhäsion und des Zellüberlebens von Säugetier-Netzhautzellen auf den Mikrophotodioden-Arraysund deren Einzelmaterialien in vitro, 2.) die Zellspezifizierung der adhärierenden Nervenzellen und 3.) die Prüfung des Einflusses des MitosehemmersArabinosylcytosin-Hydrochlorid auf die Gliazellproliferation. Dazu wurden dissoziierte Netzhäute neugeborener Ratten verwendet, als Monolayer-Kulturenangelegt und bis zu 4 Wochen erhalten. Durch Anfärbung mit Fluoreszenzfarbstoffen und immuncytochemischen Methoden wurden die Zellen spezifiziert unddie Zellzahl jede Woche ermittelt. Im Vergleich zur Zelladhäsion auf dem Kontrollsubstrat (Deckgläsern) wurde auf den Mikrophotodioden-Arrays mit Iridium-Elektroden sowie auf denEinzelwerkstoffen Iridium, Siliziumdioxid und Siliziumnitrid keine signifikante Reduktion der Zelladhäsion festgestellt. Dagegen ist die Zelladhäsion auf Mikrophotodioden-Arrays mit Titannitrid-Elektroden und den Einzelwerkstoffen Titannitrid und Polyimid von Beginn anreduziert und die Zahl der überlebenden Zellen nimmt über einen Zeitraum von 4 Wochen signifikant ab. Amakrinzellen zeigten nach einem Tag in vitro ein unterschiedliches Adhäsionsverhalten auf den verschiedenen Substraten. Dabei bevorzugten diese Zelltypenin absteigender Reihenfolge Iridium, Deckgläschen (Kontrollsubstrat) und Titannitrid. Eine konzentrationsabhängige Reduktion der Gliazellproliferation durch Einmischung des Mitosehemmers Arabinosylcytosin-Hydrochlorid (ARAC) in diePoly-L-Lysin-Beschichtung war möglich.

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