Musik als Generationsprinzip von Literatur : Eine Analyse am Beispiel von Thomas Bernhards Untergeher

dc.contributor.authorDiederichs, Barbara
dc.date.accessioned2023-03-28T12:45:33Z
dc.date.available2000-12-11T23:00:00Z
dc.date.available2023-03-28T12:45:33Z
dc.date.issued1999
dc.description.abstractDie Rezeption von Thomas Bernhards Werk einschließlich der Sekundärliteratur, ebenso eine narratologische Analyse des Untergeherund Bernhards Selbstcharakterisierung als 'Geschichtenzerstörer' legen nahe, daß im Untergeher Handlung und Inhalt alsGenerationssystem systematisch unterlaufen werden. Alternative Generationsprinzipien müssen im Bereich der formalen Organisation desTextes gesucht werden. Bernhards Interesse an Musik, die Thematik des Untergeher und Aussagen der Sekundärliteratur suggerierenmusikalische Strukturen und speziell Bachs Goldberg-Variationen als wahrscheinlichstes Generationsprinzip. Der Untergeher muß alsoanalog zu den Goldberg-Variationen aus 30 (oder einer Zahl nahe 30) 'Variationen' bestehen. Da Bernhards Werk jedoch nach dreikurzen Anfangsabschnitten keine Abschnittseinteilung aufweist und auch nach narratologischen Kriterien keine Einheiten ersichtlich sind,wurde quantitative Analyse herangezogen, um die Segmentierung des Textes aufzufinden. Die gewählte Methode der Clusteranalysebasiert auf einer algorithmischen Sequenz relativ einfach verstehbarer Einzelschritte. Jeder der Schritte erlaubt, zwischen einer Anzahlalternativer Rahmenbedingungen zu wählen. Dadurch erhält die Methode eine Flexibilität, die ihre Anwendung in den unterschiedlichstenBereichen ermöglicht. Der Nachteil der Flexibilität der Rahmenbedingungen ist, daß es für jedes Problem mehrere mathematisch gesehengleichberechtigte Lösungsmöglichkeiten gibt. Es wurde daher Fuzzy Sets Theorie benützt als ein Modell, das sich zur Analyse komplexer,mathematisch schlecht definierter Systeme an menschlichen Denkprozessen und der intuitiven Urteilsfähigkeit orientiert. Außerdem wurdevon Neural Networks die Idee des Trainierens' der Methode übernommen. Nachdem die makrostrukturelle Übereinstimmung desUntergeher mit den Goldberg-Variationen erwiesen ist, können auch die anderen Übereinstimmungen von Bernhards Text mit BachsVariationswerk, Barockmusik und schließlich Musik allgemein als Teil des Generationssystems interpretiert werden.de_DE
dc.identifier.urihttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:26-opus-3014
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de//handle/jlupub/15986
dc.identifier.urihttp://dx.doi.org/10.22029/jlupub-15368
dc.language.isode_DEde_DE
dc.rightsIn Copyright*
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/page/InC/1.0/*
dc.subjectThomas Bernhardde_DE
dc.subjectGenerationsprinzipde_DE
dc.subjectLiteraturde_DE
dc.subjectMusikde_DE
dc.subjectUntergeherde_DE
dc.subject.ddcddc:830de_DE
dc.titleMusik als Generationsprinzip von Literatur : Eine Analyse am Beispiel von Thomas Bernhards Untergeherde_DE
dc.typedoctoralThesisde_DE
dcterms.dateAccepted1999-02-11
local.affiliationFB 05 - Sprache, Literatur, Kulturde_DE
local.opus.fachgebietGermanistikde_DE
local.opus.id301
local.opus.instituteInstitut für Neuere Deutsche Literaturde_DE
thesis.levelthesis.doctoralde_DE

Dateien

Originalbündel
Gerade angezeigt 1 - 1 von 1
Lade...
Vorschaubild
Name:
d000103.pdf
Größe:
2.88 MB
Format:
Adobe Portable Document Format