Hintergrund: Erkrankungen des linken Herzens stellen die häufigste Ursache für die Entwicklung einer Pulmonalen Hypertonie und sind mit einer schlechten Prognose vergesellschaftet. Bislang stehen nur begrenzt Informationen über den klinischen Verlauf der pulmonalvenösen Hypertonie unter medikamentöser Therapie zur Verfügung. Zielstellung: Im Rahmen dieser Arbeit sollte der klinische Verlauf der pulmonalvenösen Hypertonie unter medikamentöser Therapie aufgezeigt werden. Methoden: Die Daten von 147 Patienten mit nachgewiesener pulmonalvenöser Hypertonie wurden retrospektiv ausgewertet. Der klinische Verlauf wurde anhand etablierter hämodynamischer, laborchemischer und belastungsabhängiger Prognoseparameter zu den Zeitpunkten 3, 6, 12 und 24 Monate nach Erstdiagnose erfasst. Alle Medikamente, die zur Therapie der PH bei Linksherzerkrankungen zum Einsatz kamen, wurden vor Erstdiagnose der PVH und über den zeitlichen Verlauf bis 24 Monate nach Erstdiagnose registriert. Ergebnisse: Die medikamentöse Therapie wurde über den zeitlichen Verlauf intensiviert, insbesondere direkt nach der Erstdiagnose der PVH. Drei, sechs und zwölf Monate nach Erstdiagnose waren sowohl der mittlere pulmonalarterielle Druck als auch der pulmonalarterielle Verschlussdruck im Vergleich zu den Ausgangswerten signifikant gesunken. Der Cardiac Index zeigte zu keinem Zeitpunkt eine signifikante Änderung, während der pulmonalvaskuläre Widerstand ausschließlich sechs Monate nach der Erstdiagnose signifikant gesunken war. Trotz teilweise signifikanter Verbesserungen innerhalb des ersten Jahres, konnten zu keinem Zeitpunkt von einem der Prognoseparameter Normwerte erreicht werden. Zwei Jahre nach der Erstdiagnose konnten keine signifikanten Unterschiede verglichen mit den Ausgangswerten festgestellt werden. Fazit: Unter Intensivierung der medikamentösen Therapie zeigten die Prognoseparameter innerhalb des ersten Jahres nach Erstdiagnose der PVH vorübergehend positive Therapieeffekte.
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