Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rückkehr von Arbeitsmigranten ausDeutschland in ihre europäischen und nicht-europäischen Herkunftsländer.Ausgehend von der Theorie des rationalen Handelns werden Gründe untersucht, die zu Rückkehrentscheidungen führen können. Diese möglichen Gründe werden anhand der Ausländer-Stichprobe des Sozio-ökonomischen Panels überprüft. Die Verlaufsdatenanalyse erstreckt sich über den Zeitraum von 1984 bis 2002.
Es zeigen sich erhebliche Unterschiede beim Rückwanderungsverhalten zwischen den fünf Haupt-Ausländerpopulationen in Deutschland. Politische Maßnahmen zur Förderung der Rückkehr zeigen nur eine selektive und kurzfristige Wirkung. Neben ökonomischen Faktoren spielt auch das Soziale Kapital eine wichtige Rolle bei der Entscheidung zur Remigration. Besonders Personen, die über ein niedriges Einkommen verfügen und deren Ehepartner im Herkunftsland verweilen, haben ein enorm hohes Risiko zurückzuwandern.
Viele europäische Arbeitsmigranten kehren im Alter von über 60 Jahren in ihr Herkunftsland zurück. Die Analysen lassen vermuten, dass noch ein weiterer beträchtlicher Anteil europäischer Arbeitsmigranten mit Erreichen des Rentenalters remigrieren wird.
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