Interaktionspartner der Hepatitis C Virus-RNA und Zellzykluskontrolle

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In dieser Arbeit wird gezeigt, dass ein zelluläres Protein (p210) an die 5 - und 3 -UTR der HCV-RNA bindet, wenn diese Bereiche gemeinsam vorliegen. Des Weiteren wird gezeigt, dass die Effizienz der Translation der HCV-RNA in der G2/M-Phase des Zellzyklus stark abnimmt, und die HCV-Translation durch die leberspezifische microRNA-122 (miR-122) in der G0-, G1- und G2/M-Phase stimuliert wird. Dieser Befund korreliert sowohl mit der zellzyklus-abhängigen Expression der miR-122 als auch mit der Ago2-Menge in Hepatozyten.Das hier untersuchte Hepatitis C Virus (HCV) gehört zur Familie Flaviviridae und ist Auslöser der NonA-NonB-Hepatitis. HCV ist ein einzelsträngiges RNA-Virus mit einem Genom in positiver Orientierung, was nach der Infektion von Hepatozyten eine direkte Translation des Genoms ermöglicht. Das im einzigen offenen Leserahmen (ORF) kodierte Polyprotein wird post-translational in die reifen Genprodukte gespalten. Der ORF ist von zwei untranslatierten Regionen (UTRs) flankiert. Am 5 -Ende bilden die Stem-loops II - IV eine RNA-Sekundärstruktur, die die Funktion einer IRES (interne Ribosomeneintrittsstelle) hat. Diese ermöglicht durch eine direkte Bindung der Ribosomen eine cap-unabhängige Translationsinitiation. Darüber hinaus wird die Translation der HCV-RNA durch die leberspezifische miR-122 stimuliert. Daneben macht sich HCV, wie andere Viren auch, einige andere zelluläre Faktoren für seine Translation und Replikation zu Nutze. In dieser Arbeit wurden zwei Aspekte der Translation von HCV näher untersucht. Zum einen sollte ein vorher entdecktes, aber noch unbekanntes Protein mit der Größe 210 kDa (p210), welches an die HCV-RNA bindet und eventuell bei der Translation eine Rolle spielt, identifiziert und analysiert werden. Zum anderen wurde der Einfluss des Zellzyklus auf die Translation der HCV-RNA und dessen Stimulation durch die miR-122 überprüft.Die Charakterisierung des Proteins p210 wurde mit Hilfe von UV-Crosslinks verschiedener HCV-RNA-Konstrukte mit Zellextrakten durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass dieses Protein in Huh7-, HeLa- und in Kaninchen-Retikulozytenlysat vorhanden ist, was auf eine nicht leber-spezifische Funktion hinweist. p210 interagiert mit der 5 - als auch mit der 3 -UTR von HCV und benötigt beide Regionen für seine Bindung. Allerdings konnte eine spezifische Bindung von p210 an die HCV-RNA nicht nachgewiesen werden.Im Laufe des Zellzyklus nimmt die cap-abhängige Translation von der G0- zur G2/M-Phase hin ab. Auch die HCV-IRES-Aktivität wird in ähnlicher Weise reduziert. Die Stimulation der HCV-Translation durch die miR-122 konnte in der G0-, G1- und G2/M-Phase sehr gut, in der S-Phase dagegen kaum nachgewiesen werden. Interessanterweise korreliert im Laufe des Zellzyklus das Ausmaß der Stimulation der HCV-Translation durch die miR-122 mit der Menge an miR-122 und mit der Menge an Ago2-Protein in der Zelle. Damit zeigen die Ergebnisse, dass HCV seine Translation optimal an die in Hepatozyten herrschenden Bedingungen angepasst hat.

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