Lokalisation und Expression des Östrogenrezeptors alpha und Zusammenhang zwischen der mitotischen Aktivität der Spermatogonien und dem peripheren Östrogenwert im menschlichen Hoden mit normaler und gestörter Spermatogenese

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In der vorliegenden Doktorarbeit sollten die Lokalisation und Expression des Östrogenrezeptors alpha, seine quantitative Expression im Hoden mit normaler oder gestörter Spermatogenese und ein Zusammenhang zwischen dem gemessenen peripheren Östrogenwert und der mitotischen Aktivität der Spermatogonien bei unterschiedlichen histologischen Diagnosen untersucht werden.In der Literatur sind sehr unterschiedliche Ergebnisse über die Lokalisation des ERalpha im menschlichen Hoden zu finden. Die meisten Arbeiten beschränken sich dabei auf einen Nachweis des Rezeptors auf Protein-Ebene. Daher wurde in vorliegender Arbeit die Lokalisation auf Protein- und mRNA-Ebene untersucht. Der Nachweis auf Proteinebene erfolgte mittels IHC und IB-Analyse, der Nachweis auf mRNA-Ebene mittels ISH und RT-PCR. Durch die Technik der UV-LAM konnten bei letzterer Methode zusätzlich einzelne Zellkompartimente isoliert gewonnen und auf die Expression des Rezeptors untersucht werden.Die Literatur gibt auch unterschiedliche Ansätze und Theorien über den Einfluss von Östrogenen auf die männliche Fertilität wider. Daher stellte sich hier die Frage, ob beim Menschen ein Zusammenhang zwischen der mitotischen Aktivität der Spermatogonien und dem peripheren Östrogenwert besteht, und ob sich die quantitative Expression des Rezeptors mit abnehmender Qualität der Spermatogenese bis hin zu einem völligen Keimzellarrest in Form des sco signifikant verändert.Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit lassen sich wie folgt zusammenfassen:1) Der ERalpha war mittels zweier Antikörper (HC-20, F-10) in verschiedenen Zelltypen und auch in unterschiedlichen Zellkompartimenten nachweisbar. Die Funktionalität aller sechs Antikörper zeigte sich durch den Nachweis des Rezeptors in Kernen von Ductuli efferentes-Epithelzellen.2) Mittels IB-Analyse unter Verwendung des F-10-Antikörpers wurden in Hodengewebe sowie MCF-7- und T47D-Zellen zwei Banden mit einem Molekulargewicht von 66 und 46 kDa nachgewiesen. Unter Verwendung des HC-20-Antikörpers konnten lediglich in MCF-7- und T47D-Zellen beide spezifische Banden nachgewiesen werden. Bei der leichteren Bande handelt es sich um eine Isoform, der die aminoterminale A/B-Domäne fehlt.3) Mittels ISH war der Rezeptor in Spermatogonien, primären Spermatozyten sowie vereinzelt in Leydig-Zellen nachweisbar.4) Die RT-PCR nach UV-LAM bestätigte das Vorkommen der Rezeptor-mRNA in Keimzellen.5) Die Expression des ERalpha wurde mit abnehmender Qualität der Spermatogenese weniger.6) Die Expression des ERbeta und des GPER waren im Hoden deutlich höher als die des ERalpha. Die Expression des ERalpha war in MCF-7-Zellen signifikant höher als im Hoden. 7) Die mitotische Aktivität war in Tubuli mit normaler Spermatogenese signifikant höher, als in Tubuli mit gestörter Spermatogenese. Es bestand kein Zusammenhang zwischen dem peripheren Östrogenwert und der mitotischen Aktivität der Spermatogonien.Weitere Untersuchungen sollen folgendes klären:1) spezifische Östrogen-Bindungsstellen in Hodenzellen mittels Steroid-Autoradiographie,2) den Charakter der 46 kDa-Isoform mittels UV-LAM und RT-PCR inklusive der Sequenzierung der PCR-Produkte,3) die genomische Sequenz des ERalpha und anderer bekannter mit Fertilität in Verbindung stehender Gene von infertilen Männern mittels genomischem target enrichment und4) das Expressionsmuster des ERbeta und des membranassoziierten GPER auf Protein- und mRNA-Ebene mittels IHC, IB und ISH.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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