Effekte von Carbamazepin, Gabapentin und Amitriptylin auf die Erregbarkeit spinaler Hinterhornneurone der Ratte

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Die vorgelegte Arbeit zeigt die Wirkungen der Antiepileptika Carbamazepin und Gabapentin sowie des Antidepressivum Amitriptylin auf Ionenkanäle von Hinterhornneuronen der Laminae I-III unter Zuhilfenahme der Patch-Clamp-Technik. Die untersuchten Neuronen stammten aus einem Dünnschichtpräparat (200µM Dicke) des Rückenmarks junger (2-8 Tage alter) Ratten. Im Rahmen der Patch-Clamp-Technik wurden sowohl Untersuchungen in der Whole-Cell-Methode als auch am isolierten Soma durchgeführt.Es konnte gezeigt werden, dass Carbamazepin, Gabapentin und Amitriptylin Wirkungen in der Whole-Cell-Methode an spannungsabhängigen Natriumkanälen sowie an verzögert aktivierenden Kaliumkanälen besitzen. Für Carbamazepin sowie für Amitriptylin konnten mit Hilfe der Soma-Isolation halbmaximale Blockierungskonzentrationen von 156,4 +- 16,3 µM bzw. 4,8 +- 0,9 µM für die spannungsabhängigen Natriumkanäle errechnet werden. Die Blockade der verzögert aktivierenden Kaliumkanäle gelant mit einer einer halbmaximalen Blockierungskonzentration von 607 +- 49,3 µM für Carbamazepin bzw 8,3 +- 1,4 µM für Amitriptylin. Gabapentin zeigte in Dosierungen bis 3mM keine relevanten Effekte für spannungsabhängige Natriumkanäle bzw. verzögert aktivierende Kaliumkanäle am isolierten Soma. Alle Wirkstoffe beeinflussten die Generierung von einzelnen Aktionspotenzialen und reduzierten ausgeprägt die Feuerrate von tonically-firing-Neuronen. Aufgrund unserer Untersuchungen wird der schmerzlindernde Effekt von Gabapentin bzw. die Reduktion von tonically-firing-Neuronen nicht durch eine Blockade von spannungsabhängigen Natriumkanälen bzw. verzögert aktivierenden Kaliumkanälen an Neuronen der Laminae I-III hervorgerufen. Die im Rahmen unserer Arbeit ermittelten effektiven Konzentrationen von Carbamazepin und Amitriptylin sind zwar höher als die bekannten Liquorkonzentrationen dieser Wirkstoffe, trotzdem ist eine Beteiligung der Hinterhornneurone in der Schmerzmodulation nicht auszuschließen, weil bereits in niedrigeren Konzentrationen die Feuerrate der tonically-firing-Neurone reduziert wurde.

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